Das neue Präventionsprogramm soll Ärzten in Deutschland dabei helfen, das Risiko ihrer Patienten zu bestimmen, innerhalb der nächsten zehn Jahre ein tödliches kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden.

"HeartScore Deutschland" wurde 2004 nach sorgfältiger Analyse der Mortalität und spezifischer Gesundheitsrisiken der deutschen Bevölkerung entwickelt. Dieses Programm berechnet nicht nur das Risiko für Männer und Frauen in ganz Deutschland, sondern auch getrennt nach Bundesländern wie Bayern, Sachen oder Mecklenburg-Vorpommern. Da es ein Nord-Südgefälle bei der Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt, sind Daten für die verschiedenen Regionen sinnvoll, um präventive Maßnahmen besser planen zu können.

Das Programm basiert auf der Systematic Coronary Risk Evaluation (SCORE) sowie dem "PRECARD"-Risiko-Bewertungsinstrument aus Dänemark und verwendet die neusten Europäischen Leitlinien für die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es ist ein umfassendes Computer-Programm, das den Ärzten als interaktive Software auf ihrem Computer zur Verfügung gestellt wird. Damit können sie Patientendaten für spätere Kontrollen und Vergleiche abspeichern. Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber statistischen Risikotabellen und hilft Ärzten dabei, ihren Patienten zu erklären, wie durch den Lebensstil beeinflusste Risikofaktoren wie Rauchen, Hypertonie oder Hypercholesterinämie ihr Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall beeinflussen.

"HeartScore Deutschland" ist nach Ansicht deutscher Kardiologen damit ein geeignetes Programm zur Risikokommunikation zwischen Arzt und Patient.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie 72. Jahrestagung in Mannheim: Posterzelt P 02