Übelkeit schützt vor Brustkrebs

Bild: Eine schwangere Frau

Übelkeit während der Schwanger-
schaft geht mit einem verminderten
Brustkrebsrisiko einher; © SXC

Das zeigt eine Untersuchung der University at Buffalo in New York, die jetzt beim Jahreskongress der Society for Epidemiologic Research in Boston vorgestellt wurde. Die Studienleiter hatten in dieser retrospektiven Studie 1001 Frauen mit Mammakarzinom und 1.917 Frauen ohne Mammakarzinom interviewt. Alle Frauen waren Teilnehmerinnen der "Western New York Exposures and Breast Cancer Study", die zwischen 1996 und 2001 durchgeführt wurde. Die Frauen waren zwischen 35 und 79 Jahren alt.

Sinn der Untersuchung war vor allem, eine Korrelation zwischen verschiedenen Faktoren der Schwangerschaft und dem Risiko eines Mammakarzinoms zu erkennen. Daten zu Schwangerschaftshochdruck, Präeklampsie und Eklampsie, Schwangerschaftsdiabetes und Gesichtszunahme in der Schwangerschaft wurden erhoben, zeigten aber keinerlei Zusammenhang mit einem späteren Mammakarzinomrisiko.

Anders, als man die Frauen danach fragte, ob ihnen während einer Schwangerschaft morgens übel war und sie erbrechen mussten: Bei prämenopausalen Frauen senkte dies das Risiko eines Mammakarzinoms um 31 Prozent, bei Frauen nach der Menopause um 27 Prozent. Dabei gibt es offenbar einen Zusammenhang mit der Schwere der Beschwerden: Je heftiger die Übelkeit und das Erbrechen, desto geringer das Risiko.

Wie können Schwangerschaftsbeschwerden das Krebsrisiko Jahrzehnte später beeinflussen - mit hoher Wahrscheinlichkeit hat dies mit dem veränderten Hormonstatus in einer Schwangerschaft zu tun, meinen die Studienleiter. Doch der genaue Zusammenhang ist nicht bekannt. Vielleicht ist Schwangerschaftserbrechen äußeres Zeichen eines hormonellen Vorgangs, der sich später als protektiv erweist. Nun sollen weitere Studien diesen Zusammenhang klären.

MEDICA.de; Quelle: Society for Epidemiologic Research (SER) 40th annual meeting