Das haben jetzt Wissenschaftler in den USA herausgefunden und das Ergebnis ihrer Studien beim Jahreskongress „American Academy of Orthopaedic Surgeons (AAOS) 75th Annual Meeting“ vorgestellt.

Retrospektiv analysierten die Wissenschaftler 65.769 Fälle von Patienten, die zwischen 1988 und 2003 ein künstliches Hüftgelenk erhalten hatten. 8.728 Patienten litten an einem Diabetes mellitus vom Typ 1. 57.041 weitere dieser Patienten waren an einem Diabetes mellitus vom Typ 2 erkrankt. Beim Vergleich der Patienten zeigte sich, dass jene mit dem Diabetes mellitus vom Typ 1 weitaus häufiger unerwünschte Komplikationen der Operation hatten. Dazu gehörten etwa Myokardinfarkte, Pneumonien und längere Krankenhausaufenthalte. Außerdem waren die Kosten der Behandlung nach der Endoprothese bei ihnen höher (p kleiner 0.001).

Eine weitere Studie untersuchte den Einfluss des Body Mass Index auf das Operationsergebnis bei Knieendoprothesen. 342 Fallbeispiele flossen in diese retrospektive Analyse ein. Das Durchschnittsalter lag bei 71 Jahren. Die Wissenschaftler interessierten sich vor allem für die Beweglichkeit der unteren Extremität in den drei Jahren nach dem chirurgischen Eingriff. Sie unterteilten die Patienten dazu je nach BMI in vier Gruppen: von unter 25 kg/m2 bis zu über 40 kg/m2. Dabei zeigte sich, dass die Beweglichkeit bei den schlanken Patienten – mit einem BMI unter 25 kg/m2 – im Durchschnitt sechs bis 13 Grad höher war als bei den Patienten, deren BMI über 25 kg/m2 lag.

Interessanter Nebenbefund: Das Alter hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Beweglichkeit nach der Operation, wohl aber das Geschlecht: Bei Frauen lag die Beweglichkeit im Durchschnitt um 4,6 Grad niedriger als bei den Männern.

MEDICA.de; Quelle: American Academy of Orthopaedic Surgeons (AAOS) 75th Annual Meeting Abstracts P069 and P188