Übergewicht vorbeugen

Foto: Sensorband am Arm

Mit diesem Sensorband lässt
sich der tägliche Energieumsatz
messen; © TU Braunschweig

Dazu nutzten sie „assistierende Gesundheitstechnologien“. In diesem Fall sind das kleine Sensoreinheiten, die einfach am Körper befestigt werden können. Sie zeichnen die Bewegungsmuster so auf, dass sowohl die Forscher als auch die Schülerinnen und Schüler selbst sie sehen und bewerten können.

Mit neusten Sensortechniken können die Jugendlichen ihre tägliche Energieumsatzrate bestimmen und sich mit Computerprogrammen im Sinne eines Selbstmanagement- Ansatzes über ihre Werte informieren. Das führt zu einem besseren Verständnis für den eigenen Körper, regelmäßigerer Bewegung und mehr Spaß am Training - wichtige Bausteine für die Gesundheitsförderung und Prävention von Übergewicht. Das Programm hilft bei der Selbsteinschätzung und kann auch kleine Erfolge sichtbar machen. Dadurch stärkt es die Motivation, langfristig ein aktives Leben zu führen.

Signifikante Veränderungen beim Body-Mass-Index der Probanden bestätigen, dass durch den Einsatz assistierender Gesundheitstechnologien eine Veränderung im Verhalten der Jugendlichen möglich ist. Mit cyberMarathon ist es gelungen, ein wirksames Präventionskonzept gegen Übergewicht und Adipositas zu entwickeln. Die Studien wurden unter anderem vom Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der Technischen Universität Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover entwickelt. Der Grund: Schuleingangsuntersuchungen belegen ein Übergewicht bei zehn bis 12 Prozent und eine Adipositas bei vier bis sechs Prozent der Kinder.

Der Trend setzt sich im Erwachsenalter fort. Zwischen 1985 und 2002 stieg die Häufigkeit der Adipositas von 16 auf 23 Prozent bei den 25- bis 69-Jährigen an. Folgeerkrankungen des Übergewichts wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes manifestieren sich häufig schon im Kindes- und Jugendalter. "cyberMarathon" widmet sich besonders den Schülerinnen und Schülern mit erhöhtem Adipositas-Risiko, die also zum Beispiel sportlich weniger talentiert sind oder übergewichtige Eltern haben.

MEDICA.de; Quelle: Technische Universität Braunschweig