Die Prognose eines medikamentös refraktären kardiogenen Schocks im Rahmen eines akuten Herzinfarkts ist schlecht. Die letzte Behandlungsmöglichkeit für diese Patienten ist die Implantation eines mechanischen Kreislaufunterstützungssystems.

Mit der Entwicklung der axialen, nicht pulsatilen Unterstützungssysteme stellt sich die Frage, ob diese Systeme einen Vorteil gegenüber den konventionellen, pulsatil arbeitenden Kreislaufunterstützungssystemen bieten. Ziel einer Arbeit war es, Untergruppen von Patienten zu identifizieren, deren Prognose nach Implantation eines mechanischen Kreislaufunterstützungssystems besonders günstig erscheint, und herauszufinden, ob der Einsatz von nicht pulsatilen Unterstützungssystemen im infarktbedingten, kardiogenen Schock von Vorteil ist.

Zwischen August 1994 und Januar 2004 wurden bei 21 Patienten mechanische Kreislaufunterstützungssysteme im kardiogenen Schock infolge eines akuten Herzinfarkts implantiert. Im Rahmen der Notfalloperation wurden 13 Patienten mit pulsatilen und acht Patienten mit nicht pulsatilen LVADs (Left ventricular Assist Device) versorgt.

Insgesamt lag die Überlebensrate bei 43 Prozent. Die Sterblichkeitsrate war bei den Patienten, die ein pulsatiles Unterstützungssystem implantiert bekamen, deutlich geringer als bei den Patienten, die mit einem nicht pulsatilen System versorgt worden waren (46 Prozent versus 75 Prozent).

Patienten mit einer Eingefäßerkrankung hatten insgesamt eine bessere Prognose als Patienten, bei denen zwei oder mehr Gefäße von der Erkrankung betroffen waren (14 Prozent versus 71 Prozent Sterblichkeitsrate). Entscheidend für die Prognose scheint die rechtsventrikuläre Pumpfunktion zu sein.

MEDICA.de; Quelle: 34. Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie