Die Ergebnisse zeigen weiterhin, dass Trastuzumab (Herceptin) auch das Krebsrückfallrisiko reduziert. HER2-positiver Brustkrebs, der ca. 20 bis 30 Prozent der Frauen mit Brustkrebs betrifft, erfordert eine besondere Aufmerksamkeit, da die Tumoren schnell wachsen und das Rückfallrisiko sehr hoch ist.

Die HERA-Studie ist eine randomisierte Phase-III-Studie, die den Einsatz von Herceptin gegenüber reiner Beobachtung im Anschluss an eine Reihe von Primär-Chemotherapiebehandlungen – vor oder nach chirurgischem Eingriff – und gegebenenfalls Strahlentherapie über einen Zeitraum von zwölf beziehungsweise 24 Monaten bewertet. An der Studie nahmen Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium teil. Die 23-monatigen Beobachtungsergebnisse zeigen, dass Patienten, die Trastuzumab über zwölf Monate erhielten, ein statistisch signifikant geringeres Todesrisiko (relatives Risiko: 0,66) und ein statistisch signifikant geringeres Krebsrückfallrisiko haben (relatives Risiko: 0,64).

Die Ergebnisse der internationalen HERA-Studie (HERceptin Adjuvant) Folgeauswertung zeigen, dass die Gabe von Trastuzumab über zwölf Monate, die Chance eines langfristigen Überlebens erhöht, und zwar im Wesentlichen dadurch, dass eine Metastasierung verhindert wird.

Vergleichbare Vorteile in Bezug auf krankheitsfreie Intervalle und Gesamtüberleben durch Trastuzumab wurden bei diesem Szenario auch in zwei großen US-Studien festgestellt. Die HERA-Studie ließ jedoch vor der Behandlung mit Trastuzumab eine Vielzahl von Standardchemotherapien zu, so dass diese Ergebnisse für viele Gebiete der Welt von Bedeutung sind, wo solche Therapien angewendet werden.

MEDICA.de; Quelle: American Society of Clinical Oncology (ASCO): Jahrestagung 2006