Die Zahl der an Diabetes erkrankten Menschen steigt von Jahr zu Jahr. Mittlerweile sind rund acht Prozent der Deutschen betroffen. Besonders alarmierend ist die Zahl der erkrankten Kinder und Jugendlichen. Um die Forschung in diesem Bereich deutlich zu stärken, hat Bundesforschungsministerin Annette Schavan in Berlin eine Forschungsinitiative zu Diabetes und Adipositas vorgestellt: Zur Erforschung von Diabetes und Adipositas fördert das Bundesforschungsministerium zwei krankheitsbezogene Kompetenznetze, für die in den nächsten zehn Jahren rund 100 Millionen Euro vorgesehen sind.

Schavan appellierte an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sich besser zu vernetzen: "Mit dieser umfangreichen Förderung leisten wir einen wichtigen Beitrag für die deutsche Forschung zu Ernährung und Diabetes. Von der Wissenschaft erhoffe ich mir nun exzellente, aufeinander abgestimmte Anträge für Projekte, aus denen sich dann krankheitsbezogene Kompetenznetze entwickeln können.“

„Dazu ist es aber erforderlich, dass sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innerhalb ihres Forschungsgebiets besser als bisher vernetzen und mit Blick auf die Folgeerkrankungen an Herz, Augen, Nerven- und Gefäßsystem eng mit anderen Forschungsgebieten kooperieren", sagte sie.

Neben ihrem Appell an die Wissenschaft hat Schavan auch die Wissenschaftsministerinnen und -minister der Länder um Unterstützung gebeten. "Es ist gut, dass das Thema gesunde Ernährung ernst genommen wird. Ratschläge zum Ernährungsverhalten haben aber nur eine begrenzte Wirkung. Deshalb ist es wichtig, bei Adipositas und Diabetes die Forschung zu stärken und neuartige Ansätze für Vorbeugung und Behandlung zu identifizieren." Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind nun aufgerufen, bis zum 17. September 2007 ihre Projektskizzen zu Forschungsvorhaben einzureichen.

MEDICA.de; Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung