14 neue Biomarker identifiziert

Foto: Blutproben

Deutsche Forscher haben 14
potentielle Biomarker für Typ-2-
Diabetes identifiziert;
© panthermedia.net/
Alexander Chelmodeev

Die Studie hatte das Ziel, Metabolite im Blut zu identifizieren, durch die Einblick in die Entstehungsmechanismen von Typ-2-Diabetes möglich ist. Diese stellen außerdem Biomarker dar, durch die das Diabetes-Risiko bestimmt werden kann. Metaboliten haben unterschiedlichste Funktionen, sie spielen eine Rolle in der zellulären Kommunikation und Steuerung, sie transportieren Energie oder sind Baustoff für Zellen. Veränderungen ihrer Konzentration können daher Aufschluss über Stoffwechselveränderungen und somit auch über das Entstehen oder Vorliegen von Erkrankungen sein.

Die Studie identifizierte 14 Metaboliten, die im starken Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes stehen. Anna Flögel, Erstautorin der Studie, sagt, dass zu ihnen außer Einfachzuckern auch „verschiedene Eiweißbausteine sowie cholinhaltige Phospholipide gehören, die für den Aufbau von Zellmembranen und den Transport von Blutfetten eine Rolle spiele. Unsere Ergebnisse weisen somit auf eine bislang unbekannte Rolle der Phospholipide in der Typ-2-Diabetes-Entstehung hin. Eine erste Spur, die unbedingt weiter verfolgt werden sollte.

Tobias Pischon, Studienleiter, fügt hinzu: „Gleichzeitig lassen sich die Metabolite auch als Biomarker verwenden, um das Diabetes-Risiko bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt präzise zu bestimmen, da die Studie auf Daten basiert, die prospektiv, also vor Ausbruch der Erkrankung, erhoben wurden. Die Ergebnisse der neuen Metabolom-Analyse liefern somit eine gute Grundlage, um neue Therapie- sowie Präventionsmethoden zu entwickeln.“

Das Forscherteam analysierte insgesamt 4.000 Blutproben. Zum Zeitpunkt der Blutentnahme waren alle Teilnehmer der Studie gesund. Während der durchschnittlichen Neubeobachtungszeit von sieben Jahren erkrankten allerdings 891 Teilnehmer an Typ-2-Diabetes.

MEDICA.de; Quelle: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke