Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen, haben sich die Gesundheitsminister aus den sieben Staaten getroffen, die an Eurotransplant beteiligt sind. Die Minister und Repräsentanten aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Deutschland, Österreich, Slowenien und Kroatien haben bekräftigt, dass sie weiterhin gemeinsam gegen den großen Mangel an Spenderorganen vorgehen wollen. Sie unterstrichen die Vorteile der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Organtransplantation und sprachen sich einstimmig dafür aus, eine gemeinsame Datenbank aufzubauen, um die Qualität der Organtransplantation zu sichern und zu verbessern.

Dem Vorstand von Eurotransplant zufolge spielt die internationale Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, mit Hilfe einer Organspende mehr Menschenleben zu retten. Arie Oosterlee, Generaldirektor von Eurotransplant: „Schwerkranke Patienten haben deutlich höhere Chancen, ein dringend benötigtes Organ zu erhalten, wenn Länder in Organisationen wie Eurotransplant zusammenarbeiten.“

„So stammt in den Eurotransplant-Ländern jedes fünfte transplantierte Organ aus einem anderen Mitgliedsland. In anderen EU-Ländern liegt dieser Anteil bei nur zwei Prozent. Durch den internationalen Austausch können wir verhindern, dass die knappen Spenderorgane für eine Transplantation verloren gehen. Je mehr Nationen sich beteiligen, desto mehr Menschen profitieren davon. Aus diesem Grund ist es so entscheidend, dass die Minister sich zur Zusammenarbeit bekennen“, so Oosterlee weiter.

In den vergangenen 40 Jahren hat Eurotransplant 122.000 Menschen durch die Vermittlung eines Spenderorgans helfen können. Seit der Gründung der Stiftung wurden im Eurotransplant-Gebiet mehr als 14.000 Herzen, 4000 Lungen, 79.000 Nieren, 21.000 Lebern und 4200 Bauchspeicheldrüsen transplantiert. Aber der Bedarf wächst weiter: Zurzeit stehen mehr als 15.000 Patienten auf den Wartelisten für ein Spenderorgan.

MEDICA.de; Quelle: Eurotransplant