58-Millionen-Euro-Investition: Grundstein für neues Klinikzentrum gelegt

20/06/2016

Seit Jahresanfang baut das Universitätsklinikum Leipzig ein neues großes Klinikzentrum an der Liebigstraße. Bis 2018 entstehen hier auf rund 10.100 Quadratmeter Nutzfläche unter anderem mehrere Ambulanzen sowie Pflegestationen mit insgesamt 140 Betten.

Foto: Baustelle der Klinik von oben

Hier entsteht am UKL bis 2018 das neue Klinikzentrum Haus 7; © Stefan Straube/UKL

Hauptnutzer sind die Kinder- und Jugendmedizin und das Universitäre Krebszentrum Leipzig (UCCL). Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich legte gemeinsam mit dem Vorstand des UKL, dem Dekan der Medizinischen Fakultät und mehr als 200 Gästen feierlich den Grundstein für das Neubauprojekt.

Per Kran schwebte der Grundstein für das derzeit größte Bauprojekt am Universitätsklinikum Leipzig vom Festgelände in die Baugrube. An deren Stelle stand bis 2013 das ehemalige Bettenhaus, ein 40 Meter hoher, markanter Plattenbau aus den 80iger Jahren, der fast 30 Jahre das Gesicht der Liebigstraße prägte und vielen Leipzigern gut in Erinnerung ist.

Hier wächst nun das nächste große Klinikzentrum des UKL - Haus 7, das sich einreiht in die Riege der Bauten der vergangenen 15 Jahre. Auf insgesamt 10.100 m² wird Platz geschaffen für 140 Betten für die stationäre Patientenversorgung, eine weitere Cafeteria und Räume für Verwaltung, Lehre und Forschung. Rund 58 Millionen Euro fließen in den Bau.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der kurzfristig verhindert war, übermittelte Grüße zur feierlichen Grundsteinlegung am 17. Juni 2016 und hob dabei die besondere Bedeutung des UKL hervor: "Das Universitätsklinikum Leipzig ist ein wichtiger Knotenpunkt der Spitzenmedizin innerhalb des Netzwerkes für die gute gesundheitliche Versorgung in ganz Sachsen. Mit dem Klinikbau sorgen wir dafür, dass der medizinische Fortschritt neuen Raum erhält", so Tillich. "Es braucht dafür Investitionen in Millionenhöhe. Dazu bekennt sich der Freistaat, auch im Entwurf für den nächsten Doppelhaushalt."

"Wir freuen uns sehr über diese dringend benötigte Erweiterung unserer klinischen Flächen", betonte Prof. Wolfgang E. Fleig. Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. "Seit Jahren steigen die Zahlen der von uns stationär und ambulant behandelten Patienten, was uns sehr freut, aber auch in manchen Bereichen an unsere Kapazitätsgrenzen stoßen lässt", so Fleig weiter. Die Möglichkeiten, innerhalb der vorhandenen Räume zu optimieren und umzubauen, wurden in den letzten Jahren ausgeschöpft. Unter anderem mit Interimslösungen für neue Bereiche wie die Interventionelle Angiologie, eine spezielle Station für Infektionserkrankungen und das neue Institut für Hygiene.
"Auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen an Klinikbauten regieren wir mit einer größtmöglichen Variabilität der Grundrisse im neuen Zentrum", erläutert Fleig. So können später unkomplizierter Umnutzungen vorgenommen werden. "Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass wir auf entstehende Notwendigkeiten sehr flexibel reagieren müssen – flexibler, als dies klassische Klinikbauten erlauben".

Mit dem Neubau bekommt nun vor allem die Krebsmedizin den Platz, den diese heutzutage benötigt: Die Portalambulanz des universitären Krebszentrums inklusive onkologischer Tagesklinik, einer kinderonkologischen Ambulanz und dem Brustzentrum. Spezialsprechstunden, Beratungsangebote, stationäre Diagnostik und Behandlung sind somit künftig unter einem Dach vereint.
Auch die Kliniken des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin vergrößern sich im Zuge des Neubaus: Bereits in diesem Jahr wird im Bestand ein 5. Kreißsaal gebaut, Kapazitätserweiterungen in der Neonatologie und der Wochenstation schließen sich im Zuge des Neubaus an.

Insgesamt bauen das Universitätsklinikum Leipzig und die Medizinische Fakultät aktuell an fast 12 Stellen auf dem Medizin-Campus. Viele der Bauarbeiten erfolgen innerhalb der vorhandenen Gebäude, wie beispielsweise die Erweiterung des Gefäßmedizinischen Zentrums. Saniert werden das Institut für Anatomie und das Studienzentrum, während die alte Mediziner-Mensa in einem kompletten Umbau zu einem modernen Studierenden-Zentrum mit Lernklinik, Bibliothek und neuer Speiseversorgung wird.
Im Hintergrund wird zudem an vielen Stellen die Infrastruktur ergänzt, um mit den wachsenden Gebäuden Schritt halten zu können.


MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Leipzig AöR
Mehr über das Universitätsklinikum Leipzig unter: www.uniklinik-leipzig.de