06.10.2008

InterComponentWare AG (ICW)

AOK Plus entscheidet sich für integrierte ICW Lösung

AOK Plus entscheidet sich für integrierte ICW Lösung:
Cardio Integral: Telemonitoring Herzkranker in Sachsen

Walldorf, 30. Juni 2008 – Nie mehr nachts schweißgebadet aufwachen, weil sie keine Luft mehr bekommen – das ist der größte Wunsch von Patienten mit chronischer Pumpschwäche des Herzens (Herzinsuffizienz). Rund 1,8 Millionen Menschen leiden in Deutschland an dieser Krankheit. Versicherte der AOK PLUS in Sachsen mit chronischer Herzinsuffizienz können jetzt von einer verbesserten telemedizinischen Betreuung profitieren.

Der eHealth-Spezialist InterComponentWare AG (ICW) wurde von der AOK PLUS nach einem europaweiten Teilnahmewettbewerb damit beauftragt, ein telemedizinisches System für die Betreuung schwer herzinsuffizienter Patienten in Sachsen aufzubauen. Als Basis des Systems kommt der ICW Care and Disease Manager zum Einsatz, in dessen Weiterentwicklung bereits Erfahrungen aus dem Herzinsuffizienz-Forschungsprojekt “Partnership for the Heart” an der Charité Universitätsmedizin Berlin und dem Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart eingeflossen sind. Zusammen mit ihren Projektpartnern Sanvartis und Saxonia Systems stellt ICW im Auftrag der AOK PLUS als Dienstleister der beteiligten Ärzte eine umfassende telemedizinische Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Patienten sicher.

Versicherte der AOK PLUS in Sachsen, die in CARDIO Integral eingeschrieben sind, können zur besseren Überwachung ihrer Krankheit ein Blutdruckmessgerät und eine digitale Waage erhalten. Diese Geräte übertragen die Messwerte des Patienten drahtlos verschlüsselt an eine Basisstation in dessen Wohnung, die die Informationen ebenfalls verschlüsselt über eine herkömmliche Telefonleitung an ein telemedizinisches Zentrum weiterleitet. Dort überwachen medizinische Fachkräfte die Entwicklung der Werte und greifen – wenn nötig – ein. Dabei empfehlen die medizinischen Betreuer den Patienten, ihren betreuenden Arzt aufzusuchen. In Notfällen wird direkt die in das System eingebundene Rettungsleitstelle alarmiert. So trägt das telemedizinische System dazu bei, die Sicherheit der Patienten zu erhöhen und vermeidbare Krankenhausaufenthalte zu verringern – ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität.

Die Patienten können sich ein Jahr lang telemedizinisch betreuen lassen. Vor Ablauf dieses Jahres werden sie erneut geschult, so dass sie ihre Krankheit auch ohne telemedizinische Unterstützung im Griff behalten. Die AOK PLUS wird das telemedizinische Projekt begleitend wissenschaftlich evaluieren lassen. Dazu werden die Patienten z.B. regelmäßig zu ihrer Lebensqualität befragt.