Abbildungsfehler werden ausgeräumt

Foto: Helix-CT-Bild

Schicht einer CD-Spindel;
© Fraunhofer IIS

Die Helix-CT ermöglicht nicht nur präzises Messen, sondern es können auch sehr lange Objekte, etwa Rohre, Stangen oder Rotorblätter, innerhalb eines einzigen Messvorgangs erfasst werden.

Mit der Röntgen-Computertomographie kann das Innere von Objekten dreidimensional dargestellt werden. Bei großen Öffnungswinkeln des kegelförmigen Röntgenstrahls häufen sich bei den derzeit weitverbreiteten Systemen Abbildungsfehler, die sogenannten Feldkamp-Artefakte, vor allem in allen Bereichen abseits der mittleren Ebene des Röntgenstrahls. In diesen dezentralen Schichten ist die Bildqualität der konventionellen Messmethode sehr reduziert.

Die Helix-CT vermeidet diese Problematik durch eine intelligente Aufnahmegeometrie. Im Vergleich zur herkömmlichen 3-D-Computertomographie werden hier schraubenförmige statt der sonst üblichen Kreisbahnen gefahren. Hierfür wird das Objekt von Projektion zu Projektion geringfügig gedreht und gleichzeitig in Richtung der Drehachse verschoben.

Dadurch verbessert sich im gesamten Messvolumen die Detailerkennbarkeit, da die Ortsauflösung in allen drei Raumdimensionen isotrop ist. Außerdem erreicht die Helix-CT bei quantitativen Messungen eine hohe Homogenität der rekonstruierten Dichten im gesamten Prüfobjekt.

MEDICA.de; Quelle: Fraunhofer-Institute