Das haben jetzt US-amerikanische Wissenschaftler in einer Meta-Analyse nachgewiesen. Dazu unterzogen sie 33 Studien einer Re-Analyse. Alle Studien hatten den Zusammenhang zwischen Gewichtsverlust und CRP-Spiegeln untersucht. In 28 der analysierten Studien hatten die Probanden Gewicht verloren, indem sie ihren Lebensstil veränderten, also entweder ihre Nahrungsgewohnheiten veränderten oder sich mehr bewegten. In fünf weiteren Studien war der Gewichtsverlust durch chirurgische Intervention zustande gekommen.

Als man die Ergebnisse aller Studien kombinierte, zeigte sich: Pro Kilogramm, das ein Proband bewusst verliert, sinkt der CRP-Spiegel um durchschnittlich 0.13 mg/L. Und zwar unabhängig von der Art des Abnehmens. Ob auch Fettabsaugen den CRP-Spiegel senkt, ist nicht klar. Dazu gibt es bislang nur wenige Daten, deren Aussagewert schwach ist.

Nach Ansicht der Studienleiterin Dr. Elizabeth Selvin von der Johns Hopkins University in Baltimore, USA, sind die Implikationen dieser Meta-Analyse nicht klar. Zum einen kennt man den physiologischen Zusammenhang zwischen Gewichtsverlust und CRP-Spiegel noch nicht ganz genau. Zum anderen ist nicht klar, welcher klinische Nutzen sich eventuell aus dieser Erkenntnis ziehen lässt.

Möglicherweise, so die Studienleiterin, produzieren Fettzellen selbst inflammatorische Substanzen, welche den CRP-Spiegel nach oben treiben. Dann stünde der CRP-Spiegel in einem direkten Zusammenhang mit der Masse der Fettzellen im Körper. Das konnte bisher aber nicht letztgültig nachgewiesen werden.

Unklar ist auch, ob der CRP-Spiegel als Screening-Test für ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko taugt. Vermutlich, so die Studienleiterin, sind die Ergebnisse ihrer Studie von eher theoretischem und wissenschaftlichem als klinischem Nutzen.

MEDICA.de; Quelle: Archives of Internal Medicine 2007, Vol. 167, S. 31-39