Abwarten und Teetrinken ist die beste Medizin

Wer kein Tennis spielt, ist deswegen
noch lange nicht vor Tennisellbogen
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Der Tennisellbogen, der sich in Schmerzen an der Außenseite des Ellbogens äußert, entsteht durch eine Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur. Australische Wissenschaftler haben in einer Studie unterschiedliche Behandlungsmethoden getestet.

In einer der Gruppen wurde eine abwartende Herangehensweise eingesetzt. Patienten dieser Gruppe wurde versichert, dass die Beschwerden letztendlich nachlassen werden und ermutigt, abzuwarten. Zusätzlich erhielten sie spezielle Anweisungen zur Änderung ihrer täglichen Aktivitäten, um eine Verschlimmerung der Schmerzen zu vermeiden.

Patienten einer zweiten Gruppe erhielten eine lokale Kortikosteroid- Injektion und sollten langsam zu ihren üblichen Aktivitäten zurückkehren. Die letzte Patientengruppe erhielt acht dreißigminütige Physiotherapiebehandlungen über einen Zeitraum von sechs Wochen. Gleichzeitig erhielten diese Patienten eine Schulung für Heimübungen sowie ein Gymnastikband samt Übungsbuch.

Nach sechs Wochen waren Kortikosteroid-Injektionen die erfolgreichste Behandlung. 78 Prozent der Patienten dieser Gruppe berichteten über eine Besserung ihres Zustandes. Bei der Patientengruppe mit Physiotherapie lag die Erfolgsquote bei 65 Prozent, bei denjenigen, bei denen eine abwartende Herangehensweise angewendet wurde, lag die Erfolgquote hingegen lediglich bei 27 Prozent.

Nach einem Jahr waren die Besserungen der Injektionsgruppe jedoch deutlich schlechter als bei der Physiotherapiegruppe. Darüber hinaus wurde in der Injektionsgruppe am häufigsten ein erneutes Auftreten der Beschwerden verzeichnet. Bei 77 Prozent der Patienten verschlechterte sich der Zustand nach drei bis sechs Wochen.

Die Studie zeigt auch, dass die guten langfristigen Auswirkungen der Physiotherapie auch mit einer abwartenden Herangehensweise erreicht werden können. Am Ende der Studie hatte sich bei Patienten dieser beiden Gruppen der Zustand entweder stark gebessert oder sie waren komplett genesen.

MEDICA.de; Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund