Das zeigen Ergebnisse der „PRevention Of Work Disability (PROWD)“-Studie, die jetzt beim Jahreskongress der European League Against Rheumatism (EULAR) in Barcelona vorgestellt wurden.

Fünf Millionen Menschen weltweit leiden derzeit an Rheumatoider Arthritis (rA). Bei solchen Patienten kann aufgrund von Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit sowie Berührungsempfindlichkeit der Gelenke die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sein.

PROWD ist eine multizentrische, randomisierte, 56-wöchige kontrollierte Studie, die die Auswirkung von Adalimumab plus Methotrexat versus Placebo plus Methotrexat auf den Verlust des Arbeitsplatzes untersuchte. 148 Patienten mit einer frühen rA nahmen daran teil.

Unter Methotrexat-Monotherapie berichteten mehr Patienten über Arbeitsplatzverlust im Vergleich zu Patienten, die mit einer Kombination von Adalimumab und Methotrexat während der gesamten Studiendauer von 56 Wochen behandelt wurden (40 Prozent versus 19 Prozent). Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass eine Behandlung mit der Kombinationstherapie besser vor Arbeitsplatzverlust und Arbeitsausfallzeiten aufgrund rA schützen kann als eine Methotrexat-Monotherapie.

Vorgestellt wurde auch eine zweite Studie mit Patienten, die einer bezahlten Arbeit nachgingen sowie Hausfrauen mit einer frühen rA. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Behandlung mit Adalimumab und Methotrexat deren Fähigkeit zur Ausübung ihrer Tätigkeiten nach zwei Jahren signifikant verbessert hatte. Eine dritte Studie zeigte, dass mit Adalimumab behandelte rA-Patienten signifikant länger beruflich tätig waren im Vergleich zu Patienten, die eine Behandlung mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika erhielten.

Diese Daten zeigen nach Ansicht der Studienleiter, dass es eine Behandlung mit Adalimumab den Patienten ermöglichen könnte, zuhause und auch im Beruf leistungsfähiger zu sein.

MEDICA.de; Quelle: European League Against Rheumatism (EULAR) Jahreskongress 2007