Das zeigen Daten der „Southwest Oncology Group trial 8794“, die Professor Gregory P. Swanson vom University of Texas Health Science Center in San Antonio, USA, auf dem „American Urological Association 2008 Annual Meeting“ vorstellte. Diese randomisierte Studie prüfte die Hypothese, ob adjuvante Radiotherapie das krankheitsfreie Überleben bei Patienten mit einem Prostatakarzinom im Stadium T3N0M0 verbessern kann.

Die 425 Probanden, die an dieser Studie teilnahmen, hatten ein Prostatakarzinom im klinischen Stadium A oder B (T1 oder T2), das auf die Prostata beschränkt war, oder ein Prostatakarzinom im klinischen Stadium C (T3N0M0), das sich bereits auf Gewebe außerhalb der Prostata ausgedehnt hatte. Innerhalb von 16 Wochen nach der Prostatektomie wurden die Patienten randomisiert einer adjuvanten Radiotherapie unterzogen (214 Patienten) oder nicht (211 Patienten).

Mit Hilfe der adjuvanten Radiotherapie konnte das metastasenfreie Überleben sowie die Gesamt-Überlebenszeit signifikant verlängert werden. 15 Jahre nach Beginn der Behandlung waren 49 Prozent der überlebenden Männer in der Gruppe mit adjuvanter Radiotherapie noch frei von Metastasen. In der Kontrollgruppe waren dies mit 40 Prozent deutlich weniger Männer (p gleich 0.021). Auch die Überlebenswahrscheinlichkeit selbst wird positiv beeinflusst: Jeder zweite Mann überlebte unter der Radiotherapie mindestens 15 Jahre. In der Kontrollgruppe waren es nur 39 Prozent.

Zehn Jahre nach Beginn der Therapie waren 52 Prozent der Männer nach Radiotherapie frei von einem biochemischen Rückfall in Bezug auf das Ansteigen des PSA-Wertes. Ohne Radiotherapie konnte man das nur von 26 Prozent der Männer sagen.

Allerdings hatte die Radiotherapie durchaus auch Nebenwirkungen. So irritierte sie bei vielen Männern den Harntrakt und den Darm und führte nicht selten zu Inkontinenz. Diese Beschwerden besserten sich bei den meisten Männern aber mit der Zeit.

MEDICA.de; Quelle: American Urological Association (AUA) 2008 Annual Meeting