Das zeigt eine kleine Studie, die in diesen Tagen beim „Endocrine Society's 90th annual meeting“ in San Francisco, USA, vorgestellt wurde. Dr. A. Veronica Araya vom “University of Chile Clinical Hospital” in Santiago, Chile, hat dabei 15 übergewichtige Personen untersucht, sieben Männer und acht Frauen im Alter zwischen 21 und 51 Jahren.

Alle Probanden wurden drei Monate lang gebeten, regelmäßig mit speziellen Trainingsgeräten zu „steppen“ beziehungsweise auf einem Trainingsrad zu fahren. Jeweils vor und drei Monate nach Beginn des Trainings bestimmte die Arbeitsgruppe die BNDF-Spiegel im Blut der Probanden.

Nach dem Ende des dreimonatigen Trainings hatten die Probanden signifikant an Gewicht verloren: Der BMI sank von durchschnittlich 30,6 kg/m2 auf 30,1 kg/m2 (p gleich 0.01), das Körperfett von durchschnittlich 35,2 Prozent auf 33,3 Prozent (p gleich 0.0029). Auch der systolische Blutdruck veränderte sich positiv und sank signifikant von 128,7 mmHg auf 122,6 mmHg (p gleich 0.05). Alle Probanden nahmen während der Trainingsphase durchschnittlich weniger Kalorien zu sich als noch zuvor.

Sehr deutlich veränderte sich vor allem der BNDF-Blutspiegel und stieg von durchschnittlich 2,4 ng/mL auf 7,8 ng/mL (p gleich 0.001). Dieser Anstieg korrelierte deutlich mit dem Absinken des Gewichtes. Experten vermuten, dass der Anstieg des BNDF zu einem stärkeren Sättigungsgefühl der Probanden führte und sie daher weniger aßen. Man weiß nämlich, dass BNDF in den Regelkreislauf von Hunger- und Sättigungsgefühl eingreift.

MEDICA.de; Quelle: Endocrine Society's 90th annual meeting