Gesundheit treibt Innovationen und Beschäftigungswachstum voran, ein Großteil der Innovationen in High-Tech-Branchen zielen auf Anwendungen für die Gesunderhaltung und Heilung, im Dienstleistungssektor bringen "medical wellness" oder "home care" neue Arbeitsplätze.

Heute arbeiten 4,5 Millionen Menschen für die Gesundheit; Szenarien für die Zukunft rechnen damit, dass in den nächsten 15 bis 20 Jahren bis zu 800.000 weitere Jobs entstehen können.

Um sich als Gesundheitsregionen zu profilieren und so vom Wirtschaftsfaktor Gesundheit zu profitieren, beginnen verschiedene Bundesländer und Regionen, ihre einschlägigen Forschungs-, Entwicklungs-, Produktions- und Dienstleistungsangebote auszubauen.

Die neue Symbiose von Wirtschaft und Gesundheit spielte zunächst in Erlangen-Nürnberg und in Ostwestfalen-Lippe (OWL) eine prominente Rolle. Mittlerweile ist Gesundheitswirtschaft aber auch von einigen Bundesländern und großen Städten aufgegriffen worden wie Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

In aller Regel gilt das Interesse am Anfang der Gesundheitswirtschaft den technischen Disziplinen, also etwa der Biomedizin, der Telemedizin, der Nanotechnologie oder der Medizintechnik. Bei genauer Analyse der Prognosen wird dann oft erkannt, dass auch die Modernisierung von Krankenhäusern, Reha-Kliniken und vor allem verbesserte Angebote für die gesundheitsbezogene Unterstützung Älterer gute Zukunftsaussichten bieten.

Wenngleich Gesundheitswirtschaft in den letzten Jahren immer stärker ganzheitlich betrachtet wird, lassen sich Schwerpunkte erkennen. In Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, in OWL und in Teilen Bayerns wird viel Wert auf eine zukunftsfähige Rehabilitation, auf Medical-Wellness und auf Gesundheitstourismus gelegt. In Regionen mit medizinischen Hochschulen spielen die Lebenswissenschaften und die Spitzenmedizin eine große Rolle.

MEDICA.de; Quelle: Institut Arbeit und Technik