Akupunktur hilft bei Arthrose

Pieksend gegen Pein
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"Ein einmaliger Akupunkturzyklus bringt den Patienten nachweislich eine spürbare Besserung für die Dauer von mindestens acht Wochen", so Dr. Claudia Witt vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité. "Unsere Studie belegt zudem, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob die Nadeln an 'richtigen' Akupunkturpunkten gesetzt werden oder nur zum Schein an der Oberfläche."

Für die Studie wurden rund 300 Patienten, die aufgrund einer Kniegelenksarthrose unter chronischen Schmerzen litten, nach dem Zufallsprinzip entweder einer Akupunkturgruppe, einer Minimal- bzw. Schein-Akupunkturgruppe oder einer Warteliste zugeteilt.

Die Teilnehmer der Akupunkturgruppe erhielten innerhalb von acht Wochen zwölf Behandlungen nach den Regeln der fernöstlichen Heilkunst, bei den Patienten der Schein-Akupunkturgruppe setzten die Ärzte die Nadeln hingegen nur oberflächlich an. Die Patienten aller drei Gruppen durften bei Bedarf Schmerzmittel einnehmen und machten vor Studienbeginn sowie nach zwei, sechs und zwölf Monaten in standardisierten Fragebögen Angaben zu ihren Arthrosesymptomen.

Die Auswertung des Arthrosefragebogens WOMAC ("Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis") ergab: Nach acht Wochen hatten die Patienten der Akupunkturgruppe mit 27 Punkten deutlich weniger Beschwerden als die Teilnehmer der Scheinakupunkturgruppe, die im Schnitt auf 36 Punkte kamen; bei der unbehandelten Wartegruppe belief sich der Beschwerden-Index auf stattliche 50 Punkte. Nach sechs Monaten war der Effekt der Akupunkturbehandlung abgeschwächt. Der Verbrauch von Schmerzmitteln blieb in allen drei Gruppen gleich.

MEDICA.de; Quelle: Charité-Universitätsmedizin Berlin