Dr. Sydney Bonnick vom "Clinical Research Center of North Texas" in Denton, USA, und seine Arbeitsgruppe haben sich Daten der “Fosamax Actonel Comparison Trial (FACT)“-Studie angesehen. Sie interessierten sich für das Ergebnis nach zweijähriger Behandlung.

1.053 Frauen hatten das erste Jahr der Studie abgeschlossen. Aus dieser Gruppe konnte man 833 Frauen für eine Ausweitung dieser FACT-Studie gewinnen. Diese Frauen behielten ihr ursprüngliches Therapieschema einfach bei und nahmen ein weiteres Jahr lang einmal pro Woche 70 Milligramm Alendronat oder einmal pro Woche 35 Milligramm Risedronat zu sich.

Beide Wirkstoffe erhöhten die Knochendichte signifikant. Allerdings stieg die Knochendichte unter dem Wirkstoff Alendronat nach 24 Monaten signifikant stärker an als unter Risedronat (p kleiner 0.001). Am Trochanter zum Beispiel stieg die Knochendichte unter Alendronat um 2,1 Prozent stärker an als unter dem Vergleichswirkstoff. Am Oberschenkelhals um 1,7 Prozent stärker und um 1,9 Prozent stärker am Femurhals.

Beide Wirkstoffe konnten ebenfalls die biochemischen Marker des Knochen-Turnover signifikant senken. Aber auch in diesem Falle war das Alendronat dem Risedronat deutlich überlegen. In Bezug auf unerwünschte Wirkungen unterschieden sich die beiden Gruppen nicht voneinander. Vor allem unerwünschte Nebenwirkungen des oberen Gastrointestinaltrakts waren in beiden Gruppen etwa gleich häufig verteilt (24,8 Prozent unter Alendronat versus 22,9 Prozent unter Risedronat).

Während 1,7 Prozent der Studienteilnehmerinnen unter Alendronat die Studie wegen Beschwerden im oberen Gastrointestinaltrakt abbrachen, waren es unter Risedronat nur 1,2 Prozent. Auch dieser Unterschied war allerdings nicht signifikant.

MEDICA.de; Quelle: Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism 2006, Vol. 91, S. 2631-2637