Alternative Medizin bei älteren Menschen sehr beliebt

Den Gang zum Chiropraktiker
pflegen Ältere am häufigsten
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Dieses Ergebnis liegt deutlich über dem generellen Durchschnitt, sagte Gong-Soog Hong, Professor für Verbraucherverhalten an der Ohio State University und einer der Autoren der Studie.

Die Untersuchung kam zu dem Schluss, dass etwa 71 Prozent aller untersuchten älterer Menschen in irgendeiner Form alternative Behandlungsmethoden im Jahr 2000 benutzt haben. "Der Anteil war höher als angenommen", sagte Hong. "Vielen alternative Heilmethoden sind nicht auf ihre Effektivität und Sicherheit überprüft worden, und doch werden sie von einem Großteil der älteren Menschen genutzt. Dies deutet darauf hin, dass die Verbraucher besser aufgeklärt werden müssen".

Die Wissenschaftler untersuchten Daten des "2000 Health and Retirement Survey". Die Studie wurde an der University of Michigan betreut und umfasste 848 Studienteilnehmer ab 50 Jahren.

Die damalige Befragung befasste sich mit sechs alternativen Behandlungsschemen: Chiropraktik, Akupunktur, Massage, Atemübungen, Kräutermedizin und Meditation. Die am meisten benützte Therapieform war dabei der Chiroprakter, den 43 Prozent der Befragten zu Rate zogen. Akupunktur wurde am wenigsten häufig in Anspruch genommen.

Die Ergebnisse zeigten das verstärkt Schwarze, Verwitwete und eher religiöse Menschen zu alternativer Medizin tendierten. Die Befragten neigten eher zur nicht-schulmedizinischen Behandlung, wenn sie in schlechter körperlicher Verfassung waren mehr Probleme mit der Bewältigung von alltäglichen Situationen hatten wie beispielsweise beim Supermarkteinkauf, beim Baden oder Essen.

65 Prozent derjenigen, die ihre körperlicher Verfassung als schlecht beurteilten, hielten ihre verwendete Form alternativer Medizin für präventiv oder heilend - ein höherer Anteil als in jeder anderen Gruppe.

"Wir sollten mehr darüber erfahren, wer alternative Behandlungsmöglichkeiten nutzt und müssen sicherstellen, dass sie über die Medikamente und Therapien informiert sind", resümierte Hong.

MEDICA.de; Quelle: Ohio State University