Der Preis wird jährlich von der Internationalen Kupfer-Gesellschaft (ICA), dem Europäischen Kupfer-Institut (ECI) und dem Deutschen Kupferinstitut (DKI) verliehen.

Im Jahr 2003 haben Gerd Multhaup und Thomas Bayer mit der "Alzheimer-Maus" - einem typischen Tiermodell für die Alzheimer-Krankheit - gezeigt, dass diese Tiere geringere Kupferspiegel als gesunde Kontrolltiere aufweisen. Die Forscher haben zudem herausgefunden, dass ein bestimmtes Entgiftungs-Enzym, welches das essentielle Element Kupfer als Kofaktor benötigt, in den Tieren weniger aktiv ist.

Multhaup und sein Team haben den erkrankten Tieren Trinkwasser verabreicht, das mit Kupfersalz angereichert war. Das Ergebnis: Der Kupferspiegel im Gehirn der Alzheimer-Mäuse stieg wieder an und die Lebenserwartung der Tiere normalisierte sich.

Nach den erfolgreich therapierten Mäusen begannen Gerd Multhaup und Thomas Bayer eine klinische Studie, an der inzwischen über 60 Patienten teilgenommen haben. "Ob das Kupfer tatsächlich eine wie bei den Mäusen beobachtete gute Wirkung zeigt, müssen wir jetzt noch herausfinden", sagt Gerd Multhaup. "Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass es eine Verbindung zwischen der geistigen Leistungsfähigkeit, dem Spiegel an schädlichem A-beta im Gehirnwasser und dem Kupfergehalt gibt. Patienten mit einem höheren Kupfergehalt schneiden in diesen Belangen besser ab", meint der Biochemiker.

Um jedoch feststellen zu können, ob die Studie insgesamt positiv verlaufen ist, seien noch zahlreiche Metallbestimmungen sowie Nachweise des Amyloid-Vorläuferproteins und des schädlichen Amyloids A-beta mit Hilfe von Antikörpern und Enzymtests notwendig. Die Ergebnisse werden entscheiden, ob mit der Kupfer-Behandlung bald eine kostengünstige Therapie für Alzheimer möglich ist.

MEDICA.de; Quelle: Freie Universität Berlin