Angehörige tragen Hauptlast der Versorgung

Foto: Ältere und jüngere Frau sehen sich Fotos an

Nicht nur für die Betrofenen, aber auch
für die versorgenden Angehörigen,
ist Demenz eine große Last;
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Im Rahmen der Studie wurden auch die Kosten für die Pflege der Betroffenen ermittelt, wobei die von den Angehörigen geleistete Pflege nach marktüblichen Stundensätzen bewertet wurde. Nach den Berechnungen der Gesundheitsökonomin Larissa Schwarzkopf deckt der finanzielle Gegenwert der Angehörigenzeit etwa 80 Prozent des gesamten Versorgungsaufwands ab und ist bei Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium fast doppelt so hoch wie im frühen Stadium.

„Der demografische Wandel und kleiner werdende Familien werden dazu führen, dass die meisten Demenzpatienten nicht mehr von Angehörigen im häuslichen Umfeld gepflegt werden können, sondern auf professionelle Hilfe angewiesen sein werden“, so Professor Rolf Holle, Leiter der Arbeitsgruppe für Ökonomische Evaluation am IGM. „Diese Entwicklung stellt unser Sozialversicherungssystem vor eine große Herausforderung. Um die pflegerische Versorgung von Demenzpatienten im häuslichen Umfeld auch weiterhin gewährleisten zu können, ist die Entwicklung und Finanzierung neuer Versorgungsangebote erforderlich.“

Derzeit leiden in Deutschland in etwa 1,2 Millionen Menschen über 65 Jahren an Demenz, das entspricht 7 Prozent dieser Altersgruppe. Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko einer Demenzerkrankung. Durch den demografischen Wandel wird daher die Zahl der Demenzkranken in Deutschland bis 2050 voraussichtlich auf das Doppelte ansteigen.

MEDICA.de; Quelle: Helmholtz Zentrum München