Ziel einer Studie war, die technische Erfolgsrate, die Komplikationsrate und die klinischen Langzeitergebnisse nach Ballonangioplastie von Unterschenkelarterien zu evaluieren. Dazu erhoben Wissenschaftler retrospektiv die Daten von Patienten, die sich im Zeitraum von Januar 1997 bis Dezember 1999 aufgrund einer chronisch kritischen Ischämie oder einer schweren Claudicatio einer Angioplastie der Unterschenkelarterien unterzogen.

Patienten mit akuter Extremitätenischämie wurden ausgeschlossen. Alle interventionsbezogenen Daten hat man prospektiv in einer Interventionsdatenbank erhoben und im Rahmen der Studie insbesondere hinsichtlich der technischen Erfolgsrate und der Komplikationen analysiert. Zusätzlich wurden die Patienten klinisch nachuntersucht und alle verfügbaren Nachsorgedaten erhoben.

Bei 112 Patienten mit einem mittleren Alter von 72 Jahren, darunter 41 Frauen und 71 Männer, wurden 121 untere Extremitäten angioplastiert. Vier Patienten litten unter schwerster Claudication der Kategorie drei nach Rutherford, alle anderen unter chronisch kritischer Ischämie der Kategorie vier bis sechs.

Die Komplikationsrate betrug 2,7 Prozent, ein technischer Erfolg konnte bei 92 Prozent der Patienten erzielt werden. Der Arm-Knöchel-Index stieg im Mittel von 0,59 auf 0,88, die mittlere Gehstrecke signifikant von 52 vor der Intervention auf 285 zum Nachuntersuchungszeitpunkt. Innerhalb des ersten Jahres konnten die Ärzte 83,6 Prozent der Beine erhalten und 81,1 Prozent nach drei Jahren.

Die mittlere Überlebensrate betrug 79,4 Prozent, 69,2 Prozent und 54,2 Prozent nach einem, zwei und drei Jahren. Die Beinerhaltungsraten von Diabetikern und Nicht-Diabetikern unterschieden sich nicht voneinander. Der klinische Langzeiterfolg erscheint gut, aber die Gesamtmortalität im behandelten Kollektiv ist aufgrund von Komorbiditäten hoch.

MEDICA.de; Quelle: RöFo 2007, Vol. 179, S. 811-817