17/01/2008

Orgentec Diagnostika GmbH

Anti-MCV: Höhere Sensitivität und größere prognostische Aussagekraft

Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, die eine fortschreitende Zerstörung der Gelenke und chronische Schmerzen verursacht. Sie führt zu erheblichen Bewegungseinschränkungen und früher Invalidität. Im Verlauf der Entzündung werden endogene Proteine biochemisch modifiziert, ein Enzym wandelt Argininreste in Citrullin um. Die Immunreaktion gegen diese modifizierten körpereigenen Antigene ist an der Krankheitsentstehung beteiligt und gegen citrul-linierte Proteine gerichtete Autoantikörper dienen als serologische Marker für eine rheumato-ide Arthritis.
Zurzeit gibt es zwei verschiedene Typen von ELISA-Tests zur Bestimmung dieser Autoantikörper. Der ANTI-MCV-ELISA von ORGENTEC Diagnostika verwendet mutiertes citrulliniertes Vimentin (MCV), ein natürlich vorkommendes Protein, das ein hochspezifischer Marker für die Krankheit ist. Im Gegensatz dazu enthalten anti-CCP-Tests verschiedene Mischungen von synthetischen citrullinierten Pepti-den.

Eine aktuelle Untersuchung, die Linda Mathsson, Johan Rönnelid und ihre Mitar-beiter in der Januarausgabe der Zeitschrift Arthritis & Rheumatism veröffentlicht haben, belegt die Sensitivität, Spezifität und die prognostische Aussagekraft von Antikörpern gegen mutiertes citrulliniertes Vimentin im Vergleich zu zyklischen citrullinierten Peptiden bei Patienten mit früher rheumatoider Arthritis. Die Autoren verwendeten den Anti-MCV-ELISA von ORGENTEC Diagnostika zur Bestimmung von Autoantikörpern bei 273 Patienten mit rheumatoider Arthritis zum Zeitpunkt der Diagnosestellung, nach drei Monaten, ein, zwei, drei und fünf Jahren sowie bei 100 gesunden Probanden. Sie verknüpften diese Daten mit klinischen Parametern und verglichen sie mit den entsprechenden Werten für anti-CCP.

Ihre Ergebnisse zeigen, dass Anti-MCV ein leistungsfähiger Marker mit überragen-der Sensitivität und hoher diagnostischen Spezifität ist. Darüber hinaus eignet sich Anti-MCV besser zur Prognose radiographischer Schäden.
Eine signifikante hohe Korrelation zeigte sich zwischen Veränderungen der Anti-MCV-Konzentrationen und Veränderungen klinischer Parameter. Dazu gehörten die Blutsenkungsgeschwindigkeit (ESR), die Selbsteinschätzung des Patienten anhand eines standardisierten Fragebogens (HAQ – Health Assesment Question-naire), die Bewertung der Krankheitsaktivität durch einen Rheumatologen, die An-zahl geschwollener Gelenke und die Beurteilung der Krankheitsaktivität mithilfe des DAS28 ( Disease Activity Score). Ein vergleichbarer Zusammenhang mit den Konzentrationen an anti-CCP zeigte sich nicht.

Die Autoren ziehen den Schluss, dass Anti-MCV ein vielversprechender diagnosti-sches und prognostisches Marker für die rheumatoide Arthritis ist, weil er eine hö-here Sensitivität besitzt als anti-CCP, Patienten mit schlechter Prognose deutlich erkennen kann und mit der Krankheitsaktivität korreliert.

Literatur:
Mathsson L, Mullazehi M, Wick MC, Sjöberg O, van Vollenhoven R, Klareskog L, Rönnelid, J.:
Antibodies against citrullinated Vimentin in rheumatoid arthritis: Higher sensitivity and extended prognostic value concerning future radiographic progression as com-pared with antibodies against cyclic citrullinated peptides.
Arthritis Rheum 2007; 58(1):36-45.

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