Nach einer Analyse des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA), die alle zwischen dem 1. Januar und 15. März 2005 wirksam gewordenen Preisänderungen erfasst, sind von rund 55.000 verschreibungspflichtigen Arzneimittelpackungen 3.400 teurer geworden.

Mehr als dreimal so viele, nämlich über 11.000, wurden dagegen billiger. Auch die Preise von Arzneimitteln, die nicht unter Festbetrag stehen, bewegen sich eher nach unten: Rund 3.000 Artikel haben sich verteuert, für knapp 3.800 wurden die Kosten gesenkt.

"Dass sich der Arzneimittelbereich damit weiter vom allgemeinen Anstieg der Lebenshaltungskosten abgekoppelt hat, ist nicht zuletzt auf die moderate Preispolitik der forschenden Arzneimittelhersteller zurückzuführen", erklärt Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA).

So hätten die 39 VFA-Unternehmen, die vor allem innovative, patentgeschützte Arzneimittel am Markt anbieten, die Preise für fast 1.300 Packungen gesenkt. Rund 600 Artikel seien dagegen teurer geworden. "Hinter jedem innovativen Medikament, das die Leiden von Patienten lindert oder heilen kann, stehen Forschungs- und Entwicklungsausgaben von rund 800 Millionen US-Dollar - mit steigender Tendenz. Trotzdem sind die Preise stabil", erläutert Yzer.

Rückschlüsse auf die weitere Kostenentwicklung im laufenden Jahr lassen die Zahlen nach Verbandsangaben zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht zu. "Nach heutigem Stand können wir nur sagen: Das von vielen heraufbeschworene Horrorszenario einer Explosion bei den Arzneimittelpreisen taugt allenfalls als schlechter Aprilscherz", so Yzer.

MEDICA.de; Quelle: Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.