23/08/2006

Industrieverband Spectaris e.V.

Asien - Hohes Potenzial für Medizintechnik

Die wichtigsten Länder in Asien/Pazifik stehen für rund 18% der weltweiten Einfuhren von Medizintechnik. 2005 stiegen ihre Importe um 16% auf 18,9 Mrd. US$. Weiteres Marktwachstum ist vorprogrammiert. In den entwickelten Volkswirtschaften Japan - dem zweitgrößten Markt weltweit -, Korea (Rep.), Taiwan und Hongkong sorgt die Alterung der Bevölkerung für steigende Gesundheitsausgaben. In den anderen Ländern der Region bildet ein hohes Wirtschaftswachstum die Basis für steigende Einkäufe.

Die Medizintechnik-Einfuhren in Asien/Pazifik sind ungleich verteilt: 35% entfallen allein auf Japan, 16 auf die VR China, l0 auf Australien und 8% auf Korea (Rep.). Danach folgen mit Singapur (7,3) und Hongkong (6,5%) zwei Städte, die einen großen Teil der Einfuhren reexportieren. Taiwan stellt 4,2% der Medizintechnikimporte der Region, Indien 3,9 und Malaysia 2,6%.

Die Importzuwächse waren 2005 in den südostasiatischen Ländern - angeführt von Malaysia, Singapur und Thailand - am höchsten. Aber auch für Indien zeichnen sich beachtliche Importsteigerungen ab. Das Wachstum erfolgt allerdings zum Teil von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau. So betragen die Pro-Kopf-Einfuhren von Medizintechnik in Indien oder Indonesien weniger als einen US-Dollar.

Die wichtigsten Lieferländer für die Region sind die USA, Japan und Deutschland. Besonders hohe Marktanteile haben deutsche Anbieter in Indien und der VR China mit Anteilen um jeweils rund 20%. Auch in Korea (Rep.) und Thailand sind sie mit 14,6% bzw. 13,5% gut positioniert. Relativ schwach vertreten sind sie in Neuseeland und auf den Philippinen.

Die VR China importierte 2005 bereits Medizintechnik im Wert von 3,1 Mrd. US$, immerhin halb so viel wie Japan und doppelt so viel wie Korea (Rep.). In der Elektromedizin ist das Land gar der wichtigste Importeur in Asien noch vor Japan. Im Land der Mitte sind einheimische Produkte oft nicht von einer langen Lebensdauer. Deshalb haben deutsche Anbieter dort - neben dem High-Tech-Segment - auch dann gute Absatzchancen, wenn sie dauerhaft funktionstüchtige Geräte ohne selten benötigte Zusatzfunktionen im preiswerten Bereich anbieten.

All dies wird in der neuen SPECTARIS/bfai-Broschüre „Asien/Pazifik Medizintechnik betrachtet. In der 67 Seiten umfassenden Broschüre wird auf die Situation in den Ländern Australien, China, Hongkong, Indien, Indonesien, Japan, Korea, Malaysia, Philippinen, Singapur, Taiwan, Thailand und Vietnam eingegangen. Die Broschüre ist zum Preis von 20 Euro bei der Verbandsgeschäftsstelle erhältlich.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch noch einmal auf unsere Branchenstudie Medizintechnik Indien hinweisen. Diese Broschüre bietet auf 74 Seiten detaillierte Informationen über die Marktsituation – und wird ergänzt um eine Reihe von interessanten Tipps zur Geschäftspraxis, Vorschlägen zum Aufbau eigener Vertriebsstrukturen, Erfahrungsberichten von Mitgliedsfirmen aus der Medizintechnikbranche vor Ort sowie nützlichen Kontaktanschriften. Sie ist zum Preis von 149,- Euro für SPECTARIS-Mitglieder bzw. 245,- Euro für Nicht-Mitglieder bei SPECTARIS - erhältlich.


Pressekontakt
Harald Hartmann
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