27.06.2013

German Healthcare Export Group (GHE) e. V.

Außenwirtschaftstag: Medizintechnik im Dialog

„Kompetenz und Netzwerke für den Hightech-Mittelstand“ – so lautete das Motto, unter dem am 25. Juni der 4. Außenwirtschaftstag „Medizintechnik & Laborausstattung“ im Auswärtigen Amt in Berlin stattfand.

Die Veranstalter German Healthcare Export Group e.V. (GHE) und der Branchenverband Spectaris zeigten sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung.

„Auch in diesem Jahr gab der Außenwirtschaftstag wieder Gelegenheit zu einem impulsgebenden Dialog zwischen Politik und Wirtschaft“, so Erhard Fichtner, 2. Vorsitzender der GHE. Neben der Vermittlung aktueller Marktinformationen stand vor allem der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass „die Qualität und Zuverlässigkeit deutscher medizintechnischer Produkte und Leistungen sowie die technologische Spitzenkompetenz der medizintechnischen Unternehmen“ wesentlich zum Ansehen der deutschen Wirtschaft im Ausland beitrügen. Weitere Einführungsvorträge wurden von Ernst Burgbacher, Staatssekretär des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie und Thomas Ilka, dem Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit, gehalten.

Dr. Volker Berresheim vom Auswärtigen Amt nutzte seinen Vortrag, um die Teilnehmer über den aktuellen Stand der Zusammenarbeit zwischen der Gesundheitswirtschaft und dem Auswärtigen Dienst zu informieren, und ging dabei sowohl auf Best Practices als auch auf Möglichkeiten des politischen Risikomanagements ein.

Grundlegendes zu den Erfolgsfaktoren in der internationalen Gesundheitswirtschaft erläuterte Prof. Detlev Ganten, Vorsitzender des Charité-Stiftungsrats. In seinem Vortrag gab er den Zuhörern praktische Tipps, Anregungen und Ideen für das Agieren auf internationalen Märkten mit auf den Weg. Besonders betonte er dabei, wie wichtig eine Förderung der Wirtschaftscluster Medizintechnik sei. Diese müssten „breit und interdisziplinär aufgestellt sein, um konkurrenzfähig zu bleiben, beispielsweise in der Materialwissenschaft, den Biowissenschaften und der Ethik.“

„Besonders in den so genannten „Emerging Markets“ sind verlässliche Partnerschaften ein wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Exportgeschäft“, erläuterte im Anschluss Michael Koller, Mehrheitsgesellschafter und Präsident der Münchener Medizin Mechanik GmbH.

Am Nachmittag wurden die wichtigen Exportthemen in von Experten moderierten, parallel stattfindenden Fachforen vertieft. Im Fokus standen dabei in diesem Jahr vor allem die Regionen Lateinamerika (mit Schwerpunkt auf Mexiko und Kolumbien), ASEAN (Indonesien und andere neue Märkte) sowie die Türkei als Business Partner und Zielland für die Medizintechnik.