Befragung: Aufklärungsbedarf zur Grippeimpfung

04.11.2013
Foto: Impfung

Mehr als die Hälfte aller Befragten erachtet die Grippeimpfung im Erwachsenenalter als nicht so wichtig; © panthermedia.net/Edward Bartel

Mit einer repräsentativen Studie zeigt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dass mehr als die Hälfte aller Befragten die Grippeimpfung im Erwachsenenalter für nicht so wichtig erachtet.

Jetzt ist die beste Zeit für die Grippeimpfung, um rechtzeitig vor Beginn der nächsten Grippewelle geschützt zu sein. Nach der Impfung dauert es etwa zwei Wochen, bis der Schutz vollständig aufgebaut ist. Besonders für Risikogruppen wie Schwangere, Ältere über 60 Jahren oder Personen mit chronischen Erkrankungen kann die Grippe zu einem gesundheitlichen Risiko werden.

Ihnen, sowie Gesundheitsberufen und allen Betreuern von Risikopatienten wird deshalb die Grippeimpfung empfohlen. Die Bedeutung der Schutzimpfung wird bislang in der Bevölkerung deutlich unterschätzt: So zeigen die Ergebnisse der ersten repräsentativen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu Wissen, Einstellung und Verhalten der Bevölkerung zum persönlichen Infektionsschutz, dass die Hälfte der Befragten (52 Prozent) die Grippeimpfung im Erwachsenenalter für nicht so wichtig erachtet.

Drei Viertel (76 Prozent) der Befragten, für die eine Grippeimpfung empfohlen wird, wissen durchaus, dass diese Impfung jedes Jahr aufgefrischt werden muss. Allerdings weicht das Verhalten bei vielen Menschen vom Wissensstand ab: nur 40 Prozent der chronisch Erkrankten und 49 Prozent der Senioren geben an, sich jährlich impfen zu lassen.

Bei Befragten, die eine Tätigkeit im medizinischen Bereich mit Patientenkontakt ausüben, liegen die Zahlen noch niedriger: nur 23 Prozent schützen sich gemäß BZgA-Befragung jährlich durch eine Impfung. Dabei besteht gerade bei den Gesundheitsberufen eine hohe Wahrscheinlichkeit, sich selber anzustecken und / oder den Erreger an betreute Patienten weiterzugeben. Als häufigsten Grund, warum sie sich nicht regelmäßig impfen lassen, geben sie Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung an. Deshalb hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Rahmen der gemeinsamen Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor“ zusammen mit dem Robert Koch-Institut (RKI) die neue Broschüre „Grippeimpfung - Sicherheit und Wirksamkeit der saisonalen Influenzaimpfung“ entwickelt.

"Es ist wichtig, dass gerade Personen in Gesundheitsberufen über die Wirksamkeit und Sicherheit der Grippeschutzimpfung informiert sind. Auch wenn die Stärke der Grippewelle nicht vorhersagbar ist, die jährliche Schutzimpfung gegen Grippeviren ist und bleibt die wichtigste Präventionsmaßnahme gegen eine Grippeerkrankung", betont Prof. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA.

MEDICA.de; Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung