Ausbruch beendet und aufgeklärt

Foto: Erdbeeren

Tiefkühlerdbeeren wurden als
Quelle der weitreichenden
Infektion mit Noroviren identifiziert;
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Jimenez del Rio

Nachdem Analysen des RKI auf Gerichte hindeuteten, die aus tiefgefrorenen Erdbeeren zubereitet worden waren, wies das Landesamt für Verbraucherschutz Sachen-Anhalt erstmals Noroviren auf einer Charge Tiefkühlerdbeeren nach. Noroviren waren auch bei einer beträchtlichen Anzahl der Patienten festgestellt worden.

Die entsprechende Charge Erdbeeren konnte identifiziert und gezielt vom Markt genommen werden. Die Erdbeeren wurden zum Teil in nicht-erhitzter Form abgegeben, sodass die Krankheitserreger nicht abgetötet wurden. Noroviren werden erst bei Temperaturen ab 60°C abgetötet.

Aus Sachsen wurden Ende vergangener Woche noch wenige Ausbrüche der akuten Gastroentitis in Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder gemeldet, die ebenfalls mit Tiefkühlerdbeeren in Verbindung stehen. Da aber seit dem Wochenende keine Neuerkrankungen verzeichnet wurden, kann der Ausbruch damit als beendet betrachtet werden.

Insgesamt waren mehr als 11.000 Personen in mehreren Einrichtungen betroffen. Damit handelt es sich um den bisher größten lebensmittelbedingten Ausbruch von Gastroentitis, der bisher in Deutschland aufgetreten ist. Die häufigsten Neuerkrankungen traten zwischen dem 25. und 27. September auf.

MEDICA.de; Quelle: Robert-Koch-Institut