Auszeichnung für Duisburger Feinstaubexperten

Dr. Thomas Kuhlbusch
© Uni Duisburg-Essen

Der David L. Swift Memorial Award wird ihnen für Ihre wegweisende Arbeit verliehen, in der sie die Belastung von Arbeitsplätzen von Arbeitern in der Industrierußproduktion mit lungengängigen Fein- und Feinststäuben untersucht haben.

Die Forscher untersuchten im Auftrag der International Carbon Black Association (ICBA) an verschiedenen Standorten in Europa und den USA, ob und inwieweit Arbeiter in verschiedenen Arbeitsbereichen der Produktion Ultrafein- und Nanopartikeln ausgesetzt sein können.

Die durchgeführten Messungen und Arbeiten seien in Ihrem Umfang und der Betrachtung des gesamten Produktionsweges bis zum Produkt her exemplarisch und einmalig, so die Verlautbarung der Uni Duisburg-Essen. Das Fazit der Forschungsarbeit: Bei geschlossenen Produktionssystemen und sachgemäßem Umgang ist das Fein- und Feinststaub-Aussetzungsrisiko gering.

Die Expertise von Kuhlbusch zum Thema Fein- und Feinststäube sei auch bundesweit gefragt. Das zeige sich in einem neuen Forschungsprojekt, das er im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) koordinieren soll. Im Mittelpunkt steht der Straßenverkehr, der eine zentrale Rolle bei der Feinstaubproduktion hat, der vor allem die Bevölkerung in Ballungsgebieten ausgesetzt ist.

Der Forscherverbund untersucht die Frage, wie hoch die diffusen Emissionen sind, vorrangig an Autobahnen. Exakte Untersuchungen dazu gebe es bisher nur sehr wenige und die Datengrundlage sei demnach sehr gering. Grundsätzlich seien mehrere Faktoren zu unterscheiden, darunter die direkten und indirekten Abgasemissionen mit Ruß und Stickstoffen, der mit dem Reifen- und Bremsabrieb einhergehende Feinstaub neben der Aufwirbelung und Abrieb von der Straßenoberfläche.

MEDICA.de; Quelle: Universität Duisburg-Essen