BMG unterstützt Forschungsprojekt

Demenzkranke Menschen leiden unter einer eingeschränkten geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit. Laut Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit ist die Demenz die "häufigste und folgenreichste psychiatrische Erkrankung im Alter". Angesichts einer zunehmenden Lebenserwartung wird auch die Anzahl der Demenzkranken in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die medizinische und pflegerische Versorgung von Erkrankten immer mehr an Bedeutung.

Im Rahmen der vom Bundesministerium für Gesundheit ausgeschriebenen Initiative "Leuchtturmprojekt Demenz" zur Förderung des Versorgungsangebotes von demenzkranken Patienten wurde ein Projekt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Klinikums der Johann Wolfgang-Goethe-Universität ausgewählt.

In den nächsten zwei Jahren wird das Forschungsvorhaben mit insgesamt 418.000 Euro gefördert. In dem Projekt werden innovative Maßnahmen zur weiteren Qualifizierung des Personals entwickelt, das an der Versorgung demenzkranker Patienten beteiligt ist, durchgeführt und über einen Zeitraum von zwei Jahren wissenschaftlich beurteilt.

Diese Maßnahmen sollen die Kommunikation und Kooperation in der ambulanten Altenpflege fördern und zur Lebensqualität demenzkranker Menschen beitragen. In dem deutschlandweit durchgeführten Verfahren wurden Projekte ausgewählt, die - laut Ministerium - zukunftsweisend sind und die Erforschung, Diagnose und Therapie von Demenzerkrankungen nachhaltig voranbringen oder in der Versorgung demenziell Erkrankter eine Vorbildfunktion einnehmen. Die Förderung zielt auf eine zielgruppenspezifische Qualifizierung des beteiligten Personals und soll Defizite in der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Patienten beseitigen.

MEDICA.de; Quelle: Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main