Wissenschaftler haben jetzt den „BMI Rebound Age“ untersucht. Das ist jenes Alter, in dem der Body Mass Index eines Kindes seinen niedrigsten Wert erreicht, bevor er durch Kindheit und im späteren Erwachsenenalter in aller Regel dann ansteigt. Diese Untersuchung ist eine er ersten ihrer Art und wurde jetzt beim Jahreskongress der American Heart Association (AHA) vorgestellt.

308 Kinder, darunter 158 Jungen und 150 Mädchen, nahmen an dieser Untersuchung teil. Sie warn zu Beginn der Studie drei Jahre alt. Am Anfang der Studie und dann in einer Abfolge von jeweils vier Monaten wurde bei ihnen der BMI gemessen. Als die Kinder dann sieben Jahre alt waren, forschten die Mediziner nach kardiovaskulären Risikofaktoren.

Ihren niedrigsten BMI erreichen die Kinder zwischen dem vierten und siebten Lebensjahr. Generell erreichen Mädchen dieses Alter etwas früher als Jungen. Gemäß BMI wurden die Probanden dann in drei Gruppen eingeteilt: frühes BMI-Rebound-Alter (unterhalb der 25. Perzentile der Ergebnisse), mittleres BMI-Rebound-Alter (zwischen der 25. und 75. Perzentile) sowie spätes BMI-Rebound-Alter (oberhalb der 75. Perzentile.

Beim Vergleich des individuellen BMI-Rebound-Alters mit kardiovaskulären Risikofaktoren im Alter von sieben Jahren zeigte sich ein statistischer Zusammenhang: Je früher das BMI-Rebound-Alter, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind mit sieben Jahren einen höheren BMI hat, erhöhte systolische und diastolische Blutdruckwerte und erhöhte Insulin- sowie Leptinspiegel. Die linksventrikuläre Muskelmasse und das linke Atrium sind dann auch vergrößert. Dies alles erhöht das Risiko, später im Leben kardiovaskulär zu erkranken.

Für die Wissenschaftler ist dies ein Warnsignal: Offenbar kann man bereits im Alter von sieben Jahren das Risiko für Herz und Gefäße absehen.

MEDICA.de; Quelle: American Heart Association (AHA): Scientific Sessions 2007 Abstract NR07-1201 (SS07/Jaworski/Kimball)