Dies zeigt eine Studie mit 28 Frauen und sieben Männern, die zu Beginn der Studie während einer dreiwöchigen Vorphase durchschnittlich etwa zwölf Gramm Ballaststoffe pro Tag zu sich nahmen.

Randomisiert wurden die Probanden dann in eine von zwei Gruppen eingeteilt. Sie enthielten entweder die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension), die einen hohen Ballaststoffanteil mit durchschnittlich 28 Gramm Ballaststoffen pro Tag hat; oder sie erthielten zusätzlich zu ihrer gewöhnlichen Nahrung ein Ballaststoff-Supplement, das zu einer durchschnittlichen Gesamtaufnahme von 27 Gramm Ballaststoffen pro Tag führte. Nach drei Wochen wechselten die Probanden in die jeweils andere Gruppe.

Unter beiden Diäten sanken die CRP-Spiegel unter den Ausgangswert, und zwar statistisch signifikant: bei der DASH-Diät um durchschnittlich 13,7 Prozent, unter dem Supplement um 18,1 Prozent.

Bei schlanken, normotensiven Probanden sanken die CRP-Spiegel stärker unter der Ballaststoffzufuhr als bei übergewichtigen und hypertensiven Patienten. Dieser Befund erstaunte die Studienleiter. Frühere Studien hatten nämlich gezeigt, dass übergewichtige und hypertensive Patienten eher von Ballaststoffen profitieren, da Ballaststoffe den Metabolismus im abdominalen Fettgewebe modulieren, das bei übergewichtigen Patienten naturgemäß ausgeprägter ist.

Möglicherweise, so vermuten, die Studienleiter, war ihre Untersuchung zu kurz, um bei übergewichtigen und hypertensiven Probanden einen deutlicheren Effekt zu sehen. Weitere Studien sollen dies nun zeigen. Solange aber nicht bewiesen ist, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem CRP-Spiegel und dem kardiovaskulären Risiko gibt, wollen die Studienleiter keine generelle Empfehlung für Ballaststoff-Supplemente abgeben. Dass Ballaststoffe aber grundsätzlich gesund sind, haben andere Studien mehrfach gezeigt.

MEDICA.de; Quelle: Archives of Internal Medicine 2007, Vol. 167, S. 502-506