Bild: Vollkornbrot 
Volles Korn gegen Diabetes
© Deutsches Institut für
Ernährungsforschung

Die Aufnahme von Ballaststoffen aus Obst und Gemüse spielt dagegen keine Rolle für das Diabetes-Risiko. Dies sind die Ergebnisse eines Forscherteams des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE).

"Um Klarheit in die bisherige Datenlage zu bringen und um eine Basis für genauere Ernährungsempfehlungen zu schaffen, werteten wir einerseits die Daten von 26.067 Studienteilnehmern der Potsdamer- EPIC-Studie aus. Andererseits analysierten wir die Daten von neun weiteren prospektiven Studien, wobei wir die Zusammenhänge zwischen dem Ballaststoffverzehr, der Art der Ballaststoffe, der Magnesiumaufnahme und dem Typ-2-Diabetes-Risiko untersuchten", erklärt Matthias Schulze, Erstautor der Studie.

Die Auswertung der Potsdamer EPIC-Studien-Daten (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition), bei der es sich um eine 1992 begonnene, prospektive Studie handelt, lieferte folgendes Ergebnis: Studienteilnehmer, die viel Vollkornprodukte oder Müsli aßen, hatten im Vergleich zu Teilnehmern mit dem geringsten Verzehr ein um 28 Prozent verringertes Diabetes-Risiko.

Dagegen waren in dieser Studie der Verzehr von Ballaststoffen aus Früchten oder Gemüse sowie eine hohe Magnesiumaufnahme nicht signifikant mit einem gesenkten Erkrankungsrisiko verbunden. Auch die Meta-Analyse der neun anderen prospektiven Studien führte im Hinblick auf den Ballaststoffverzehr zu sehr ähnlichen Ergebnissen.

Acht der neun prospektiven Studien berücksichtigten neben der Ballaststoffaufnahme auch die Magnesiumaufnahme. Anders als bei der Auswertung der Potsdamer EPIC-Studie führte die Meta-Analyse zu dem Ergebnis, dass auch eine hohe Magnesiumaufnahme mit einem um bis zu 23 Prozent verringerten Diabetes-Risiko der Studienteilnehmer verbunden war.

MEDICA.de; Quelle: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke