Bösartige Herzrhythmusstörungen wie das Kammerflimmern gehören zu den Haupttodesursachen in der westlichen Welt. Sie treten häufig bei Patienten auf, deren Herzmuskel schon geschädigt ist, etwa durch einen Infarkt. Im schlimmsten Fall führen die Störungen zum Sekunden-Herztod.

Marcus Koller erforscht Ursachen und Entstehung dieser gefährlichen Rhythmusstörungen seit mehreren Jahren in Würzburg und den USA. Er hat dabei herausgefunden, dass ein spezielles elektrisches Erregungsmuster am Herzen das Risiko für das Auftreten eines Kammerflimmerns erhöht.

"Bei Herzkranken entsteht dieses Muster schon bei einer deutlich niedrigeren Herzfrequenz als bei Gesunden", erklärt der Forscher. Somit lässt sich eine Risiko-Schwelle bestimmen. Stark gefährdeten Patienten würde man als Konsequenz zum Beispiel empfehlen, sich einen Defibrillator einpflanzen zu lassen.

MEDICA.de; Quelle: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg