Befunde durch Ultraschall aufdecken

Foto: Patientin bei einer Ultraschalluntersuchung

Schmerzfrei und dennoch zuver-
lässig: Untersuchungen per Ultra-
schall; © SXC

In der Studie an 400 Intensivpatienten hatte die Ultraschalluntersuchung bei jedem zehnten Patienten eine Änderung der Behandlungsstrategie zur Folge. Ein weiterer Vorteil der Sonografie: "Als "Allround-Methode" macht sie den Studienergebnissen zufolge andere Untersuchungen in vier von fünf Fällen überflüssig", sagt Doktor Doris Schacherer, Leiterin des Ultraschallzentrums am Universitätsklinikum Regensburg.

Mittels Ultraschall lassen sich Erkrankungen schnell und schonend erkennen. "Der größte Vorteil der Sonografie - etwa im Vergleich zur Computertomografie oder der Magnetresonanztherapie - ist ihre schnelle Verfügbarkeit", sagt Professor Jürgen Schölmerich, Direktor der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Regensburg und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). "Unsere Erfahrungen zeigen, dass bei der Sonografie der Bauchorgane in jedem dritten Fall Veränderungen gefunden werden, die Intensivmediziner mit anderen Mitteln zuvor nicht erkannt hatten", Schlömerich.

Dem Patienten komme dabei zugute, dass Ultraschalluntersuchungen nicht nur schmerzlos sind. Sie belasten ihn auch nicht durch Strahlen. "Außerdem ist sie in der Regel am Bett des Intensivpatienten möglich“, erklärt Schacherer. Ein Transport in andere Abteilungen entfällt dadurch. "Vor dem Hintergrund eines finanziell hoch belasteten Gesundheitssystems sind nicht zuletzt die Kosten ein Argument für den vermehrten Einsatz von Ultraschallgeräten auf Intensivstationen", betont Schölmerich.

Auf Intensivstationen ist die Sonografie in zahlreichen Anwendungsbereichen unverzichtbar, zum Beispiel bei der Überwachung von Intensivpatienten. Konventionelle Schallköpfe setzen Intensivmediziner zum Beispiel ein, um die richtige Lage eines Katheters zu prüfen. "Auch für die Diagnostik von chronischen Erkrankungen im Bauchraum sind Ultraschalluntersuchungen unersetzlich", stellt Schölmerich fest. Die Qualität der Ergebnisse hänge jedoch entscheidend von der Erfahrung des Arztes ab, so Schölmerich.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.