Wissenschaftler, Notfallmediziner und Neurologen des Universitätsklinikums und der Universität Regensburg sowie der University of California in San Diego haben die Pilotstudie des Projekts "Hyperakute Schlaganfalltherapie mittels Ultraschall im Notarztwagen" erfolgreich abgeschlossen: Über drei Wochen begleitete ein Schlaganfallexperte, ausgestattet mit einem tragbaren Ultraschallgerät, das Rettungsteam am Universitätsklinikum Regensburg.

Unmittelbar nach Erstversorgung des Patienten durch den Notarzt wurde eine Ultraschalluntersuchung der Hirngefäße durchgeführt. Je nach Dauer der Erstversorgung geschah dies entweder direkt am Notfallort -in der Wohnung des Erkrankten - oder im Rettungshubschrauber beziehungsweise Notarztwagen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Blutgefäße, die das Hirn versorgen, innerhalb der ersten 10 bis 15 Minuten nach Eintreffen am Notfallort mittels Ultraschall dargestellt werden können. Bereits zu diesem Zeitpunkt könnte eine einleitende Schlaganfalltherapie mit Ultraschall beginnen.

Neueste Erkenntnisse aus der Schlaganfallforschung zeigen, dass Ultraschall aufgrund seiner biomechanischen Eigenschaften in der Lage ist, thrombotische Gefäßverschlüsse aufzulösen. Präklinische und erste klinische Studien zur Schlaganfallbehandlung mit Ultraschall sind sehr vielversprechend. Im Gegensatz zu medizinischen Geräten wie der Computer- der Kernspintomographie können tragbare Ultraschallgeräte auch außerhalb der Klinik eingesetzt werden.

Nach dem Abschluss der Pilotstudie ist die zweite Phase des Projektes in Vorbereitung. Ziel ist die schnellstmögliche Diagnostik eines potentiellen Gefäßverschlusses bereits am Ort des Geschehens und diese Informationen noch während des Transportes sofort an das zuständige Schlaganfallzentrum weiterzuleiten.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Regensburg