Die schnellen HIV-Tests haben den Vorteil, dass sie eine schnelle Antwort ergeben und nicht so aufwändig sind wie die herkömmlichern HIV-Tests. Aus diesem Grund nutzt man schnelle HIV-Tests inzwischen für das breite Screening, vorgeburtliche Schwangerenuntersuchungen und überall dort, wo schnelle und billige Test wichtig sind.

In den USA wird es möglicherweise bald einen preisgünstigen Test geben, den jeder zu Hause selbst machen kann. Allerdings gab es in der letzten Zeit Zweifel an der Zuverlässigkeit solch schneller Testverfahren. Wissenschaftler haben daher nun den Einsatz solcher Tests näher untersucht.

In Uganda hatten 1.517 Männer zwischen 15 und 49 Jahren an einer Studie zur Ausbreitung von HIV-Infektionen bei beschnittenen Männern teilgenommen. Alle Männer waren zwischen 15 und 49 Jahren alt und wurden regelmäßig mit Hilfe eines HIV-Schnelltests untersucht. Dabei kamen drei verschiedene Test-Kits zum Einsatz. In der Studie wurde jetzt untersucht, ob sich die Ergebnisse dieser Test-Kits in Bezug auf Sensitivität und Spezifität von dem herkömmlichen Enzym-Immunoassay-Test unterscheiden, der noch immer Standard auf diesem Gebiet ist.

Die Sensitivität der Schnelltests liegt bei 97,7 Prozent im Vergleich zu dem herkömmlichen „großen“ Test, die Spezifität bei 99,6 Prozent. Probleme kann es offenbar dann geben, wenn sich bei dem Schnelltest in der Färbung der Streifen des Tests kein klares Ergebnis abzeichnet. In diesen Fällen sollte das Ergebnis unbedingt mit einem Enzym-Immunoassay überprüft werden, schreiben die Studienleiter.

Eine Schwierigkeit sehen die Studienleiter ohnehin darin, dass manche Tests mit Verfärbungen auf Teststreifen arbeiten. Dies sei eine mögliche Quelle subjektiver Fehlinterpretation, so die Wissenschaftler.

MEDICA.de; Quelle: British Medical Journal 2007, Vol. 335, S. 188