12.10.2007

Weinmann Geräte für Medizin GmbH & Co. KG

Bei Herzpatienten nach Atmungsstörungen suchen – moderne Atemtherapie verringert Mortalitätsrisiko

(Stockholm) – Patienten mit Herzinsuffizienz leiden zu 75% zusätzlich an schlafbezogenen Atmungs-störungen wie obstruktiven und zentralen Schlafapnoen und Mischformen aus beiden Erkrankungen. Sehr häufig ist dabei die so genannte Cheyne-Stokes-Atmung, bei der die Atmung an- und abschwillt und sich lange Atempausen mit Phasen der Hyperventilation abwechseln. Patienten mit Herzinsuffi-zienz und Cheyne-Stokes-Atmung haben eine eindeutig schlechtere Prognose als Patienten, die aus-schließlich an Herzinsuffizienz leiden. Viele Patienten wissen aber nichts von ihrer Atmungsstörung – darum wird sie auch nur selten erkannt und adäquat therapiert.
Dabei handelt es sich um ein wachsendes Problem. „Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen und Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen haben gemeinsame Risikofaktoren“, erklärt Dr. Martina Bögel, Leiterin des Bereichs Science & Research bei der Firma Weinmann Medizingeräte auf einer Presse-konferenz beim Kongress der European Respiratory Society in Stockholm. „Darum ist es nahe liegend, dass Herzpatienten auch Atmungsstörungen haben, sie sollten routinemäßig danach untersucht und ent-sprechend behandelt werden.“
Übergewicht, Bluthochdruck, Alter
Die Risikofaktoren für schlafbezogene Atmungsstörungen und für Herz-Kreislauferkrankungen sind die gleichen: Alter (über 30), Geschlecht (männlich), Bluthochdruck, Übergewicht (BMI über 25), Diabetes, Rauchen, falsche Ernährung und mangelnde Bewegung sind für beide Erkrankungen typisch. Und mit zu-nehmendem Durchschnittsalter der Bevölkerung in den westlichen Gesellschaften und den ungesunden Lebensgewohnheiten ist mit einer Zunahme der Patientenzahlen zu rechnen. Während in anderen Regionen der Welt wie in der Vergangenheit die Infektionskrankheiten die wesentliche Herausforderung an die Medizin darstellen, sind das in den westlichen Gesellschaften die so genannten Zivilisationskrankheiten und die de-generativen Erkrankungen.

Übergewicht und Adipositas nehmen zu, immer mehr Menschen werden immer dicker. Damit verbunden sind Risiken wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Arteriosklerose, Herz-Kreislauferkrankungen und schlafbezogene Atmungsstörungen.

Das gleiche gilt für den Bewegungsmangel: Immer früher werden die Menschen immer fauler. Folgen sind Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-erkrankungen, Erkrankungen des Skelettsystems und schlafbezogene Atmungsstörungen.

Und auch nicht erholsamer oder zu wenig Schlaf schadet den Menschen; sie haben ein erhöhtes Herz-Kreislaufrisiko, sind öfter in Unfälle verwickelt, ihre geistige Leistungsfähigkeit ist vermindert und sie sind häufiger übergewichtig.