Bekämpfung von Malaria

Malariaexpertinnen und -experten sind sich einige, dass sich durch intensivere Anstrengungen bei der Malariakontrolle auf Basis der vorhandenen Methoden und Strategien weit grössere Fortschritte erzielen liessen als bisher angenommen. Es sollte möglich sein, die Malaria in verschiedenen Ländern oder Regionen zu beseitigen, wobei die globale Eliminierung als Hauptziel derzeit auch mit maximalem Einsatz noch unerreichbar bleibt.

Die nun veröffentliche „Malaria Eradication Research Agenda – malERA“ hat zum Ziel, Wissenslücken zu identifizieren sowie Strategien und Werkzeuge zu definieren, welche die Übertragung unterbrechen und möglicherweise auch zur Ausrottung der Krankheit führen können. Voraussetzung für den Erfolg sind ein nicht nachlassendes Engagement bei den lokalen Gemeinschaften, bei politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern und Wissenschaftlern sowie intensivierte Anstrengungen, eine starke Basis für Malariaforschende in den Malariagebieten zu schaffen. Es scheint zentral, dass die Verantwortlichen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an einem Strang ziehen und einer gemeinsamen Agenda und Strategie folgen.

Die Agenda ist unter maßgeblicher Beteiligung des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts (Swiss TPH) entstanden. Das Research Centre for International Health in Barcelona (CRESIB) und das mit der Universität Basel assoziierte Swiss TPH hatten den Vorsitz in diesem Prozess, der über 300 Wissenschafterinnen und Wissenschaftler, Manager von Malariabekämpfungsprogrammen und Regierungsmitglieder aus Nord und Süd zusammenführte, um die Forschungsprioritäten festzulegen.

MEDICA.de; Quelle: Swiss Tropical and Public Health Institute