Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und die Vereinigung der Hochschullehrer für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (VHZMK) unterstützen ausdrücklich die Forderung, Forschung und Lehre an den nationalen Hochschulstandorten erheblich zu verstärken.

Besonders mit Blick auf das Ausland liegt die vom Wissenschaftsrat für notwendig erachtete Steigerung der Forschung im Bereich der Zahnmedizin ganz im eigenen Interesse. Dabei komme der engeren Verzahnung von Medizin und Zahnmedizin besondere Bedeutung zu, denn Synergien aus wissenschaftlichen Erkenntnissen wie auch im Aufbau des Studiums seien ein zeitgemäßer Weg hin zu einer schnellen Weiterentwicklung der einzelnen Fächer und tragen damit auch der prognostizierten Altersentwicklung und den zu erwartenden Morbiditätsraten Rechnung.

Allerdings legen die drei zahnmedizinischen Institutionen in diesem Gesamtzusammenhang Wert auf die Feststellung, dass die über die Länder geregelte Finanz- und Personalausstattung der Hochschulen erheblich verbessert werden muss. Das betreffe neben der Forschung auch die Lehre, wo die Betreuungsrelation der der Medizin angeglichen werden sollte.

In der postgradualen Weiterbildung wurden erste Master-Studiengänge nach internationalem Standard bereits geschaffen. Die Postgraduierten-Ausbildung in der Zahnmedizin gestaltet sich inzwischen sehr viel differenzierter als bislang beschrieben.

Für die prosperierende akademische Entwicklung der Zahnmedizin sei eine Angleichung an die Medizin nicht nur in der interdisziplinären Nähe der Fachgebiete nötig: Voraussetzung dazu müsste auch eine Angleichung der universitären Betreuungsverhältnisse, die Erhöhung der Forschungsetats sowie die finanzielle Abdeckung zahnmedizinischer Leistungen sein.

Dies gelte auch unter dem Aspekt, dass die Zahnmedizin die größte Disziplin innerhalb der medizinischen Fachbereiche darstellt.

MEDICA.de; Quelle: Bundeszahnärztekammer