Bemühungen verstärken für ein Ende von Aids

21/07/2014
Grafik: Logo der Vereinten Nationen

Die Vereinten Nationen haben sich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2015 allen Menschen universellen Zugang zu HIV-Prävention, Behandlung, Betreuung und Pflege bereitzustellen; ©marcosborne/ panthermedia.net

In den letzten Jahren konnten wichtige Erfolge in der Prävention und Behandlung von HIV und Aids erzielt werden. Eine Bewältigung der HIV-Epidemie ist aber noch weit entfernt.

Nach neuesten Schätzungen von UNAIDS ist die Zahl der Menschen, die eine Behandlung mit lebensnotwendigen HIV-Medikamenten erhalten, auf knapp 14 Millionen deutlich gestiegen. Dadurch konnten 7,6 Millionen Todesfälle abgewendet werden. Gleichzeitig gibt es einen Rückgang bei Neuinfektionen und Aids-bedingten Todesfällen. Nach aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation müssen aber noch weitere 14 Millionen Menschen Medikamente erhalten und die Fortschritte sind bisher ungleich verteilt.

Gerade in Ländern, die stark von HIV betroffen sind, haben weniger als 40 Prozent der Jugendlichen ausreichendes Wissen über HIV und Aids und wie sie sich vor einer Infektion schützen können. In einigen Ländern, wie in der Ukraine, Russland, Indonesien oder den Philippinen steigen die Neuinfektionszahlen im Gegensatz zum weltweiten Trend. Nur etwa ein Viertel der Kinder, die Medikamente benötigen, haben Zugang dazu und Bevölkerungsgruppen, die ein hohes Risiko einer HIV-Infektion haben, werden nur unzureichend von Präventions- und Behandlungsprogrammen erreicht.

Die Vereinten Nationen haben sich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2015 allen Menschen universellen Zugang zu HIV-Prävention, Behandlung, Betreuung und Pflege bereitzustellen. Das würde einem Ende von Aids nahe kommen. Auch die Millenniumsentwicklungsziele, deren Frist 2015 ausläuft, nehmen das konkret in Ziel 6 auf.

"Trotz großer Erfolge ist es sehr unwahrscheinlich, dass das Ziel des universellen Zugangs bis 2015 erreicht wird. Mit dem zeitlichen Ende von Verpflichtungen endet aber noch lange nicht die Verantwortung. Die Weltgemeinschaft muss ihre Bemühungen verstärken, um allen Menschen den universellen Zugang zu ermöglichen und so bis spätestens 2030 ein Ende von Aids zu erreichen. Wir erwarten, dass von der Welt-Aids-Konferenz von 20. bis 25. Juli in Melbourne hierfür wichtige Signale ausgehen", sagt Astrid Berner-Rodoreda, Sprecherin des Aktionsbündnis gegen AIDS.

Das Aktionsbündnis gegen AIDS setzt sich dafür ein, dass ein Ende von Aids bis zum Jahr 2030 als konkretes Ziel in die sogenannte Post-2015-Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen aufgenommen wird. Sie wird ab 2015 die Millenniumsentwicklungsziele als globale Nachhaltigkeits- und Entwicklungsagenda fortschreiben.

MEDICA.de; Quelle: Aktionsbündnis gegen AIDS