Im fortgeschrittenen Stadium ist der schwarze Hautkrebs nicht mehr allein durch die Entfernung der betroffenen Hautpartien zu bekämpfen. Oftmals haben sich bereits Metastasen in Lymphknoten und Organen gebildet, die zu erneutem Krebswachstum führen. In Ihrer Forschungsarbeit "Molecular Staging in Stage II und III Melanoma Patients and Its Effect on Long-Term Survival" greift Dr. Voit dieses Problem auf.

Bei Patienten, die aufgrund einer großen Tumordicke oder Lymphknotenmetastasierung ein hohes Risiko einer Fern- bzw. Organmetastasierung hatten, wurden Bluttests zum Nachweis des Enzyms Tyrosinase durchgeführt. Das mitteils PCR-Analyse feststellbare Enzym ist ein Tumormarker, es gibt Aufschluss über verbliebene Tumorzellen im Blut des Patienten. Diese von Frau Dr. Voit weiterentwickelte und erstmals langfristig angewandte Untersuchungsmethode erlaubt es, den Krankheitsverlauf bei Patienten mit schwarzem Hautkrebs besser vorhersagen zu können. Auf Basis der Studienergebnisse könnten zukünftig Patienten mit einem hohen Wiedererkrankungsrisiko erkannt und unter Umständen frühzeitig mit Medikamenten behandelt werden.

Der schwarze Hautkrebs ist der bösartigste Hauttumor des Menschen. Seine Häufigkeit hat sich in den letzten 50 Jahren bereits versechsfacht. Je früher ein Tumor durch Beobachtung von Hautveränderungen erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen für den Patienten.

Mit dem Curt Meyer-Gedächtnispreis ehrt die Berliner Krebsgesellschaft e.V. junge Berliner Wissenschaftler für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der klinischen und experimentellen Onkologie. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird jährlich ausgeschrieben und dient dem ehrenden Gedenken an den Berliner Senatsrat Dr. med. Curt Meyer.

MEDICA.de; Quelle: Berliner Krebsgesellschaft e.V.