Besser atmen dank Gewichtsverlust

Weniger Last hilft dem Schlaf
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Das Team um Associate Professor John Dixon stellte bei seinen Untersuchungen fest, dass sich nach dem laparoskopischen Einsatz eines verstellbaren Magenbandes das nächtliche Atemmuster bei übergewichtigen Personen deutlich verbesserte und die Schlafqualität zunahm. Darüber hinaus nahmen Depressionssymptome ab und das Selbstwertgefühl der Patienten stieg.

Bis zu 48 Prozent übergewichtiger Männer und bis zu 38 Prozent übergewichtiger Frauen leiden unter einer obstruktiven Schlafapnoe. Bei dieser Erkrankung verschließt sich der Hals im Schlaf und verhindert so die Luftzufuhr. Der Schlaf des Patienten wird stark gestört. Dieser Wert ist um ein bis zu zehnfaches höher als bei erwachsenen Personen insgesamt. Patienten, die unter obstruktiver Schlafapnoe leiden, haben auch eine stärkere Veranlagung, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln. Das ist ein Zustand, der mit einem erhöhten Risiko für Herzkreislauferkrankungen und Typ II Diabetes verbunden ist.

Laut Professor Dixon verbrachten Patienten nach einem erheblichen Gewichtsverlust einen größeren Teil ihres Schlafes im so genannten Rapid Eye Movement (REM) Schlaf und in den tieferen Schlafphasen.

Insbesondere für das Problem der obstruktiven Schlafapnoe scheint ein starker Gewichtsverlust die beste Therapieform zu sein. Gegenwärtig ist die Überdruckbeatmung die Haupttherapieform für obstruktive Schlafapnoe. Viele Patienten finden diese aber auf Dauer nur schwer erträglich

MEDICA.de; Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke- Heinemann