Diese vorläufigen Ergebnisse wurden auf dem 41. Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) bekannt gegeben. Bei Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom beträgt das allgemeine fünfjährige Überleben weniger als fünf Prozent, verglichen mit rund 50 Prozent bei Patienten, die mit einer chirurgischen Resektion der Metastasen mit kurativem Ziel behandelt werden.

Diese Behandlungsmethode wurde aber bisher durch die Ansprechrate der Tumore eingeschränkt, die durch konventionelle Chemotherapie erzielt wurde. Cetuximab zeigt nun konsistent hohe Ansprechraten bei mehreren Behandlungsmethoden, bei denen verschiedene Arten von Chemotherapien eingesetzt werden.

Bei einer der Studien handelte es sich um die internationale Phase II-Studie "ACROBAT". Es konnte gezeigt werden, dass Cetuximab in Kombination mit der gängigen First-Line-Behandlung bestehend aus Oxaliplatin, Folinsäure und 5-Fluorouracil (FOLFOX-4-Therapie) eine allgemeine Ansprechrate von 81 Prozent erzielte.

Der Zeitpunkt bis zur Krankheitsprogression wurde auf 12,3 Monate verlängert und 52 Prozent der Patienten zeigten keinerlei Anzeichen einer Krankheitsprogression nach zwölf Monaten. An neun von 42 Patienten (21 Prozent) mit bisher unresektablen Metastasen konnte ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Metastasen vorgenommen werden (Leber: sieben Mal, Lunge: ein Mal, Nebennieren: ein Mal). Die Daten aus dieser Studie werden zusätzlich durch die Erkenntnisse aus zwei weiteren Phase I/II-Studien der ASCO unterstützt.

Cetuximab ist ein IgG1-Antikörper, der direkt den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) anspricht. Als monoklonaler Antikörper spricht er im Gegensatz zu nicht-selektiven Chemotherapiebehandlungen den EGFR direkt an.

MEDICA.de; Quelle: American Society of Clinical Oncology (ASCO) Annual Meeting 2005, Orlando