Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis leiden häufiger an einer Atherosklerose als die Allgemeinbevölkerung. Dies liegt auch daran, dass die rheumatoide Arthritis bestimmte Entzündungsparameter aktiviert, welche wiederum die Atherosklerose fördern.

Man weiß, dass eine vegane Diät Auswirkungen auf die Serumwerte von Proteinen, Enzymen und Fetten hat. In einer Studie unter Leitung von Ann-Charlotte Elkan vom Karolinska Institutet in Stockholm sollte nun untersucht werden, ob Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis, die sich vegan ernähren, damit Herz und Gefäße besser schützen können.

66 Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis nahmen daran teil. Das Durchschnittsalter lag bei 55 Jahren Randomisiert erhielten sie ein Jahr lang entweder eine vegane Diät, die völlig glutenfrei war (38 Patienten) oder eine ausbalancierte nicht-vegane Diät (28 Patienten).

In der Gruppe der Veganer lag der Body Mass Index niedriger als in der Vergleichsgruppe: Er sank von durchschnittlich 24,1 auf 22,7 kg/m2 innerhalb von zwölf Monaten, blieb bei den „Normalernährern“ dagegen unverändert. Auch das LDL-Cholesterin lag unter den Vergleichswerten der Kontrollgruppe.

Die Werte an IgM und atheroprotektiven Antikörpern gegen Phosphorylcholine (anti-PCs) lagen höher (p kleiner 0.005). In Bezug auf die Triglyzeride und das HDL-Cholesterin konnte man keinen Unterschied zwischen beiden Ernährungsgruppen entdecken. Das C-reaktive Protein verbesserte sich in der Veganergruppe innerhalb von zwölf Monaten, blieb in der Nicht-Veganergruppe dagegen unverändert.

Die Studienleiter schließen darauf, dass eine glutenfreie vegane Diät offenbar die Serumwerte bestimmter Blutparameter verändert und damit atheroprotektiv wirkt. Nun sollen weitere Studien zeigen, welche Komponenten der veganen Diät genau zu diesem Effekt beitragen.

MEDICA.de; Quelle: Arthritis Research & Therapy Early Online