„Notwendig ist die Intensivierung der Projektförderung. Denn der wirtschaftliche Erfolg für unser Land stellt sich erst dann ein, wenn die gesamte Kette bis zur realen Innovation im notwendigen Umfang funktionsfähig ist. Deswegen muss es eine bessere Ausgewogenheit von so genannter erkenntnisgetriebener und anwendungsorientierter Forschung geben“, führte Kreklau weiter aus.

Er wies weiter darauf hin, dass die Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit dem „Pakt für Forschung“ und der „Exzellenzinitiative“ mehr Mittel bekommen würden. Das sei zwar erfreulich, komme aber in erster Linie der so genannten erkenntnisorientierten Forschung zugute. „Die technologieorientierte Forschungsförderung dürfen wir aber nicht vernachlässigen“, so Kreklau. „Wenn wir die hochinnovative Wissens- und Industriegesellschaft verwirklichen wollen, muss die technologieorientierte marktgetriebene Forschungsförderung vielmehr einen deutlich höheren Stellenwert bekommen.“

In seinen zwei neuen Positionsschriften mache der BDI dazu konkrete Vorschläge. „Durch die Einführung einer Forschungsprämie wollen wir gezielt die Forschungsinstitute stärken, denen es gelingt, Forschungsverträge mit Unternehmen der Wirtschaft abzuschließen“, erklärte Kreklau.

Das solle erreicht werden, indem öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen, Hochschulen und sonstige gemeinnützige Forschungsinstitute, die Forschungsaufträge der Wirtschaft akquirieren, durch eine Prämie in Höhe von 25 % des Auftragswertes von der öffentlichen Hand gefördert werden. „Damit können wir eine stärkere Innovationsorientierung der öffentlichen Forschung erreichen“, so Kreklau.

MEDICA.de; Quelle: Bundesverband der deutschen Industrie e.V.