Die rheumatische Arthritis (RA) ist eine chronische progressive Erkrankung mit einer Prävalenz von etwa einem Prozent. Obwohl es inzwischen neben den altbewährten Wirkstoffen wie Methotrexat auch Agentien aus der neuen Gruppe der "disease modifying antirheumatic drugs (DMARD)" gibt, ist die Lebensqualität vieler Patienten eingeschränkt. Viel Hoffnung hat man in der letzten Zeit auf den DMARD (disease modifying anti-rheumatic drug) Abatacept gelegt. Dieser selektive T-Zell-Moderator hat gezeigt, dass er bei leichten bis mittelschweren Erkrankungen das Fortschreiten der Erkrankung verzögern kann.

Nähere Daten kommen jetzt von der randomisierten, doppel blinden "Abatacept in Inadequate responders to Methotrexate (AIM)"-Studie unter der Leitung von Anthony S. Russell von der University of Alberta in Edmonton, Kanada, mit 652 RA-Patienten, bei denen Methotrexat nicht im gewünschten Maße angeschlagen hat. Ihnen verabreichte man randomisiert zusätzlich Abatacept oder ein Placebo.

Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten die Patienten unter der Methotrexat-Abatacept-Kombination signifikant stärkere Verbesserungen bei einer Reihe von Kriterien, die anhand des "health-related quality of life (HRQoL)"-Scores gemessen wurden. So konnten sich bereits nach durchschnittlich 29 Tagen die Patienten unter der Kombination deutlich besser bewegen als die Probanden der Kontrollgruppe. Auch verschiedene andere Parameter des HRQoL-Scores, zum Beispiel Müdigkeit und mentale Festigkeit waren unter dem Verum signifikant besser. Nach durchschnittlich 169 Tagen Nachbeobachtungszeit war die Überlegenheit der Wirkstoffkombination dann bei allen HRQoL-Kriterien deutlich nachweisbar.

Auch in anderen Scores, wie den "physical and mental component summary scores (PCS and MCS)" zeigte sich eine signifikante Überlegenheit der Wirkstoffkombination. Die "number needed to treat", um einen Patienten auf eine normale MCS-Höhe zu bringen lag bei zehn.

MEDICA.de; Quelle: Annals of the Rheumatic Diseases 2007, Vol. 66, S. 189-194