Bessere Versorgung Frühgeborener

Foto: Frühchen im Brutkasten

Der Verband der Universitätsklinika e.V. fordert
eine Verbesserung in der Versorgung Frühgebo-
rener über mehrere Faktoren;
© panthermedia.net/Martin Valigursky

Die verfügbaren Studien lieferten keinen eindeutigen Nachweis, dass höhere Mindestmengen zu einer besseren Behandlungsqualität führten. Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD) fordert seit langem, neben Mindestmengen weitere Faktoren für eine bessere Qualität in der Versorgung Frühgeborener festzulegen.

„Das Urteil bestätigt unseren Ansatz, dass Mindestmengenvorgaben alleine die Qualität der Versorgung nicht garantieren können“, sagt Rüdiger Strehl, Generalsekretär des VUD. „Neben ausreichender Erfahrung, haben zahlreiche weitere Faktoren Einfluss auf die Behandlungsqualität. Wichtig ist, dass nun umfassende Anforderungskataloge für die Qualitätssicherung definiert werden.“

Der VUD sieht das Konzept der Mindestmengen in einer Sackgasse. Die Definition weiterer Anforderungen an die Kliniken ist notwendig. Dazu gehören spezialisierte Fachärzte und nichtärztliches Fachpersonal, die 24 Stunden und sieben Tage die Woche zur Verfügung stehen, die entsprechende räumliche und technische Ausstattung rund um die Uhr sowie anspruchsvolle und konsequent umgesetzte Hygienestandards.

Zudem ist es überfällig, die Frühgeborenenversorgung auch in Deutschland in qualitativ ausgewiesenen Zentren zu bündeln. International gibt es viele gute Beispiele, dass sich dadurch die Versorgung verbessert.

MEDICA.de; Quelle: Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V.